Effektiver Krebsschutz: Welt-HPV-Tag

Ein kleiner Piks genügt
mg
Humanes Papillomvirus
© Iana Alter/stock.adobe.com
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Am 04. März ist Welt-HPV-Tag. Studien belegen: Eine Impfung gegen humane Papillomviren schützt vor Krebs. Doch noch gibt es keinen flächendeckenden Impfschutz.

Anlässlich des Welt-HPV-Tages am 04. März informieren das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) zur Impfung gegen humane Papillomviren (HPV). Diese können nachweislich Krebs auslösen – dabei ist der Schutz vor diesem Krebs so einfach. Ein Piks reicht aus, und Jungen und Mädchen im Alter zwischen 9 und 14 Jahren sind geimpft gegen HPV und somit geschützt vor HPV-bedingtem Krebs.

Höhere Impfrate

Denn jährlich erkranken immer noch etwa 7.700 Menschen an HPV-bedingtem Krebs. Dazu gehören neben dem Gebärmutterhalskrebs, Tumore im Rachenraum, Darmausgang als auch im männlichen Genitalbereich. Die STIKO empfiehlt bereits seit 2018 die Impfung für Jungen und Mädchen. Trotzdem sind nur 54 Prozent der Mädchen und 27 Prozent der Jungen mit 15 Jahren geimpft – zu wenig für einen flächendeckenden Schutz, der erst ab einer Impfrate von 70 Prozent gilt. 

„Die HPV-Impfung ist eine der wichtigsten und wirksamsten Präventionsmaßnahmen gegen Krebs. Und eine der einfachsten: Ein kleiner Piks genügt. Zum Welt-HPV-Tag appellieren wir an alle Eltern, die Chance zu nutzen und ihren Kindern diesen Schutz vor Krebs mit auf den Weg zu geben“, sagt Prof. Dr. Dr. Michael Baumann, Vorstandsvorsitzender des DKFZ. Ein Grund für die niedrige Impfrate laut Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe, sei unter anderem der häufig unregelmäßige Kontakt dieser Altersgruppe zu Ärztinnen und Ärzten, die über die Impfung informieren könnten. „Um die Impfrate spürbar zu steigern, brauchen wir Strukturen und Programme, die die Eltern und Kinder an die HPV-Impfung erinnern.“

Wichtige Impfprogramme

Vorbilder seien hier unter anderem England und Australien. Dort läge eine höhere Impfrate aufgrund von Schulimpfungsprogrammen vor. Dort werden alle Beteiligten erreicht: Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern. Ein weiterer Faktor sei die U10 und U11, vorgesehen für Kinder im Grundschulalter. Viele, jedoch nicht alle Krankenkassen, übernehmen die Kosten dieser Untersuchung.

Dabei belegen Studien deutlich die Effektivität der Impfung, so Prof. Dr. Michael Ghadimi, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft. „Bei Mädchen, die früh genug gegen HPV geimpft wurden, ging die Rate an Gebärmutterhalskrebs um bis zu 90 Prozent zurück. Jüngste Daten aus Schottland zeigen, dass die Schutzwirkung sogar noch höher sein könnte.“ Wichtig sei eine frühe Impfung, da mit den ersten sexuellen Kontakten das Risiko auf eine Infizierung mit HPV steigt. Wer die Impfung bis 14 Jahren nicht erhält, kann diese noch bis 18 kostenfrei nachholen.

FAQ zur HPV-Impfung

Für alle Beteiligten und Unentschlossene hat das RKI zur Info ein FAQ zur HPV-Impfung zusammengestellt. Über den Nutzen der Impfung, ob es Alternativen gibt und den perfekten Zeitpunkt der Impfung sind hier alle Fragen bezüglich der Impfung zusammengeführt.

Quelle: Deutsche Krebshilfe

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