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Wenn im Orchester spielen krank macht

Jedes Instrument stellt seine besondereren Anforderungen an den Musiker.

MusikerMedizin

In einem Orchester als Berufsmusiker zu arbeiten, dazu stundenlanges Üben – das fordert nicht nur das Gehör, sondern auch den Körper heraus. Ähnlich den Sportlern bestehen bei Musikern und Sängern durch die komplexen, spezialisierten und repetetiven Bewegungen sowie durch die Anforderungen auf der Bühne spezifische gesundheitliche Belastungen und Risiken.

Einen Facharzt für Musiker gibt es aber nicht. Das Buch MusikerMedizin greift die Problematik breitbandig an: Orthopädie, Zahn- und Kieferorthopädie, Dermatologie, Augenheilkunde sowie HNO, Neurologie und Innere Medizin. Die HNO beschäftigt sich überwiegend mit den Themen der Lärmbelastung und ihrer Auswirkung auf den Beruf und natürlich mit der Phoniatrie. Die Neurologie legt ihren Schwerpunkt auf Nervenkompressionssyndrome und fokalen Dystonien. Insgesamt sind die Kapitel stets unterteilt in musikspezifische Krankheitsbilder und die Musikausübung beeinträchtigende Krankheitsbilder. Die meisten Krankheiten werden mit Fallbeispielen und Bildern und einem Fazit am Ende des Kapitels vorgestellt.

Das Buch ist umfangreich und didaktisch sehr gut aufbereitet. Es eignet sich weniger für den normalen MTA-Alltag, aber sehr gut für die vielseitig interessierte MTA in allen Funktionsgebieten.

MusikerMedizin
Diagnostik, Therapie und Prävention von musikerspezifischen Erkrankungen
1. Nachdruck 2012 der 1. Aufl. 2011.
416 Seiten, 126 Abb., 16 Tab., geb.
Claudia Spahn/Bernhard Richter/Eckart Altenmüller (Hrsg.)
ISBN: 978-3-7945-2634-5 (Print)
Preis 79,00 €

Entnommen aus MTA Dialog 4/2016