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Uniklinikum Bonn: Positiver Abschluss im Corona-Jahr

Geschäftsjahr 2020
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Uniklinik Bonn
Bettenhaus 1 der Uniklinik Bonn Universitätsklinikum Bonn/Medienzentrum, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons
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Trotz der besonderen Herausforderungen durch die Coronapandemie hat das Universitätsklinikum Bonn (UKB) das Geschäftsjahr 2020 zum sechsten Mal in Folge positiv abgeschlossen, diesmal mit einem Jahresendergebnis von 859.000 Euro.

Das UKB hatte 2020 damit, so Prof. Wolfgang Holzgreve, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender am UKB, das wirtschaftlich erfolgreichste Jahresergebnis aller 35 deutschen Universitätsklinika und die einzige positive Jahresbilanz aller Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen (NRW). Auch in allen Qualitätsparametern von Krankenversorgung, Forschung und Lehre belege das UKB vordere Plätze bei gleichzeitig höchster Zahl von COVID 19-Patienten als Einzel-Unikrankenhaus in NRW. Der durchschnittliche Fallschweregrad (Case Mix Index, CMI) war der vierthöchste in Deutschland und das UKB hatte als einziges Universitätsklinikum in Deutschland sogar im „Corona-Jahr“ 2020 einen Leistungszuwachs, betonte Holzgreve am 17. Juni vor Journalisten.  „Wir wollten für die COVID-Patienten da sein, aber ebenso für alle anderen.“ So seien möglichst keine Untersuchungen oder wichtigen Operationen verschoben worden.

Bereits 2019 hatten 67 Prozent der deutschen Universitätsklinika ein Minus von jeweils mehr als 1 Million Euro, und diese Situation hat sich noch einmal im Jahr 2020 deutlich verschlechtert. Bei einer Bilanzsumme von 1,3 Milliarden stieg am UKB das Volumen der Rückstellungen von 92,9 Millionen am 1.1.2020 auf 100,7 Millionen Euro am 31.12.2020. Im laufenden Jahr liegen von Januar bis Mai eine erneute Steigerung der Fallzahlen von 14,8 Prozent und der Case-Mix-Punkte von 11,3 Prozent vor. Bei den ambulanten Patientinnen und Patienten war mit einer Steigerung um 2,6 Prozent in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres die Grenze von 100.000 schon überschritten.

60.000 Testungen auf SARS-CoV-2

Im Jahr 2020 waren die Mitarbeitenden der Intensivstationen auch für internationale Patientinnen und Patienten mit Coronainfektion aus Italien, den Niederlanden und Belgien im Einsatz. Neben der starken Beteiligung in der Politikberatung war das UKB auch stark in der breiteren Öffentlichkeitsarbeit engagiert, zum Beispiel durch eine einstündige Fernsehsendung mit Dr. Eckart von Hirschhausen im WDR, einem zwölfseitigen Beitrag der Zeitschrift Geo über Beschäftigte der Intensivstationen, der Krankenhaushygiene und der Notfallmedizin sowie den Vorstand am UKB für die inzwischen circa 700 am UKB behandelten Patientinnen und Patienten mit COVID-19-Erkrankung, berichtete Holzgreve.

Am UKB wurden bisher, so Holzgreve, mehr als 60.000 Testungen auf SARS-CoV-2 sowie rund 8.000 Impfungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchgeführt. In der Forschung seien bedeutende Beiträge zur Bekämpfung der Pandemie geleistet worden, beispielsweise durch die Entwicklung eines maximal genauen Massentests oder durch Antikörperentwicklungen mit der Nanotechnologie.

347 zusätzliche Vollzeitstellen

Die Menschen hinter den Masken: Im Jahr 2020 wurden am UKB 347 zusätzliche Vollzeitstellen besetzt, davon die Mehrheit im pflegerischen und ärztlichen Dienst. Seit 2015 hat es am UKB einen Personalzuwachs von 1.259 Stellen gegeben (25 Prozent), und damit sind inzwischen beim drittgrößten Arbeitgeber in Bonn 8.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Krankenversorgung, in der Forschung und in der Lehre tätig. Dazu Prof. Holzgreve: „Wir sind all unseren Mitarbeitenden am UKB dankbar für ihren hervorragenden Einsatz während der Coronapandemie. Neben der optimalen Versorgung der COVID-19-Patientinnen und -Patienten ist es uns gelungen, auch alle anderen schwerkranken Menschen nicht aus den Augen zu verlieren und ihnen die bestmögliche Behandlung zu gewährleisten. In regelmäßigen Task-Force-Sitzungen wurden alle Maßnahmen zum Schutz der Patientinnen und Patienten sowie Besucherinnen und Besucher und natürlich unserer Mitarbeitenden stets neu evaluiert und angepasst.“



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