In Lippe werden neben MTLA jetzt auch MTRA ausgebildet!

Tag der offenen Tür an der MTA-Schule Lippe

Am Tag der offenen Tür wurden die einzelnen Fachbereiche der MTA-Ausbildungen vorgestellt. Man konnte unter anderem an Führungen zu den einzelnen Laboren oder der Radiologie teilnehmen, um dort die vielseitigen Fachbereiche einer MTA genauer kennenzulernen.

Tag der offenen Tür an der MTA-Schule Lippe

Lara Kärger und Fabienne Huber freuen sich, ihren Beruf präsentieren zu dürfen. | Für alle: © MTA-Schule Lippe

Zuerst wurden die Besucher von der Schulleiterin Alexandra Adam und den Schülern der MTLA-Ausbildung freundlich in Empfang genommen. In einer Einleitungspräsentation wurde neben der bereits bestehenden MTLA-Ausbildung der neue MTRA-Ausbildungszweig vorgestellt. Danach konnte man an Führungen zu den einzelnen Laboren oder der Radiologie teilnehmen, um dort die vielseitigen Fachbereiche einer MTA genauer kennenzulernen.

Interessenten des MTRA-Berufes wurden von Fachlehrer Patrick Stammeier sowie den Praxisanleiterinnen Carolin Hoffmann und Anke Osterhage in der Abteilung für radiologische Diagnostik empfangen. Dort wurde den wissbegierigen und sehr interessierten Besuchern die Radiologieausbildung praxisnah präsentiert. Besonders der Bereich der Strahlentherapie war von großem Interesse. Neben den ausgestellten Kathetern für die Angiografie gab es Bestrahlungsmasken und Bleischürzen zum Anziehen und Ausprobieren. Die ausgestellten Röntgenaufnahmen wurden von den Besuchern gern betrachtet und von den Mitarbeitern erklärt. Als besonderes Highlight gab es ein Röntgenrate-Quiz und die Mammografie eines Knack-und-Back-Teiges, welcher mit einer Gummifledermaus versehen war. Durch die freundliche Unterstützung der Mitarbeiter der Radiologie konnte ein guter Eindruck von der Arbeit einer MTRA vermittelt werden und bei einigen Besuchern dadurch das Interesse an dem Beruf geweckt werden. Die Besucher, die an dem Beruf der MTLA interessiert waren, konnten in den schuleigenen Laboren ebenfalls einige Eindrücke sammeln. Im Labor für Klinische Chemie wurde eine Pipettierstation für die Besucher aufgebaut, um die Handhabung mit der Pipette zu üben. Außerdem wurde das Fotometer vorgestellt sowie eine Elektrophoreseauswertung. Des Weiteren konnte man sich seinen eigenen Blutzuckerwert von den MTLA-Schülern mittels eines POCT-Gerätes messen lassen. An einer anderen Station für Urindiagnostik wurde der Harnstreifentest vorgeführt, und es bestand die Möglichkeit, ein Urinsediment zu mikroskopieren.

Auch Luca-Leon Pankratz findet die MTLA-Ausbildung in Lippe super!

Im Labor für Mikrobiologie zeigten die MTLA-Schüler verschiedene Bakterien und erklärten das unterschiedliche Wachstum und die Eigenschaften der Bakterienkulturen. Die Bakterien konnte man mikroskopisch begutachten, um deren verschiedene Formen nachzuvollziehen. Ein 3-Ösen-Ausstrich, welcher der Bakterienanzucht dient, konnte selbst hergestellt werden. Außerdem wurde ein Fluoreszenzmikroskop aufgebaut, in dem die Besucher sichtbar gewordene Antikörper sehen konnten. Als Ansprechpartnerin stand Fachlehrerin Birgit Nauk für Fragen zur Verfügung.

Im Histologielabor wurde den Besuchern erklärt, was Histologie bedeutet, sowie die Prozeduren im Labor von der Gewebeentnahme bis hin zur Entstehung der gefärbten Schnitte auf dem Objektträger vorgestellt. Es wurde von den Schülern gezeigt, wie das Gewebe im Paraffinblock geschnitten wird und wie sogenannte Schnellschnitte hergestellt werden. Mit Unterstützung der Fachlehrerin Regine Orlovsky hatten die Besucher weiterhin die Möglichkeit, sich unterschiedliche Gewebe (Gehirn, Niere, Dünndarm, Lymphknoten) im Mikroskop anzuschauen und somit mehr über die Strukturen des Aufbaus zu erfahren. Nebenbei wurde die Anatomie des Körpers anhand einer Modellpuppe erklärt.

Erstellung von Gewebeschnitten im Fachbereich Histologie

Im Hämatologielabor wurden die Bereiche Morphologie, Blutgruppendiagnostik und Blutparameterbestimmung vorgestellt. Dabei hatten die Besucher die Möglichkeit, eine Qualitätskontrolle an einem Gerät zu messen, welches automatisiert die Zellen des Blutes in ihre Populationen einteilt. So wird sichergestellt, dass das Gerät einwandfrei funktioniert und für die Diagnostik genutzt werden kann. Stellvertretend für den Bereich der Morphologie konnten die Besucher einige Zellen des Immunsystems in ihrer normalen Form mikroskopisch betrachten und diese mit infektbedingten Veränderungen vergleichen. Viel Anklang fand vor allem der Bereich der Blutgruppendiagnostik, bei der die Interessenten ihre eigene Blutgruppe mithilfe der Schüler bestimmen lassen konnten. An dem Tag wurde auch ein reichhaltiges Büfett mit belegten Brötchen, selbst gebackenem (!) Kuchen, Waffeln sowie Kaffee und Kaltgetränke angeboten. Auch hier waren die MTLA-Schüler mit voller Motivation im Einsatz.

Insgesamt war der Tag der offenen Tür ein sehr erfolgreicher Tag mit vielen Besuchern, deren Interesse wir hoffentlich bestärken oder wecken konnten, eine Ausbildung zur/m MTA bei uns am Klinikum Lippe zu absolvieren.

 

Entnommen aus MTA Dialog 4/2020