"Gesund macht Schule"

Schulkinder auf Glückssuche

Rund 1.600 Grundschulkinder im Rheinland haben sich an dem Wettbewerb „Glück – was ist das?!“ der Ärztekammer Nordrhein und der AOK Rheinland/Hamburg im Rahmen des Gesundheitsprogramms „Gesund macht Schule“ beteiligt.

"Kinder-Glücksbuch"

Cover des "Kinder-Glücksbuches" (Ausschnitt)

Aus den Beiträgen ist ein „Kinder-Glücksbuch“ entstanden ─ mit Glückstipps, Glücksgeschichten und Anregungen für ein gelingendes Miteinander im Schulalltag. Das Buch und begleitende Unterrichtsmaterialien werden jetzt in den Schulen verteilt und sollen zum Nachahmen anregen. Die Förderung seelischer Gesundheit ist ein wichtiger Schwerpunkt des Präventionsprogramms.

"Über 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland zeigen psychische Auffälligkeiten. Über ein Drittel der Schüler leiden oft oder sehr oft unter Stress. Hier wollen wir mit Maßnahmen gegensteuern, die das Entstehen präventiver Reserven fördern", sagte der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke, in Düsseldorf. "Aus Studien wissen wir, dass das Wahrnehmen, Erleben und Teilen von Glück langfristig das Selbstvertrauen, die Gesundheit und die innere Stärke von Menschen steigern kann."

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Die alltäglichen "kleinen" Dinge

Rolf Buchwitz, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der AOK Rheinland/Hamburg, ergänzte: "Die am Wettbewerb teilnehmenden Schulen haben das Thema Glück nachhaltig in ihrem Schulalltag verankert. Die Kinder haben gelernt, dass das Glück jedes Einzelnen und das Glück der Gemeinschaft eng miteinander verbunden sind - ein wichtiger Faktor, um den Klassenverbund und den Gemeinsinn zu stärken und Ausgrenzung vorzubeugen."

"Glück ist eine Haltung, die es ermöglicht, Schwierigkeiten des Lebens als Herausforderung zu betrachten", sagte Dr. med. Raphaela Schöfmann, Fachärztin für Innere Medizin und Allgemeinmedizin in Neuss, die als Patenärztin an der Neusser Leoschule die Aktivitäten der Schule zum Thema Glück eng begleitet hat. "Es bedarf eines klaren Bewusstseins um die eigenen Stärken und Schwächen und um Werte wie zum Beispiel Dankbarkeit und Achtsamkeit. Ich fand es spannend zu beobachten, wie die Kinder bei der Auseinandersetzung mit ihren eigenen Glücksmomenten schnell verstanden haben, dass es die alltäglichen ,kleinen‘ Dinge - wie zum Beispiel das gemeinschaftliche Singen - sein können, die uns ein Glücksgefühl bescheren."


Quelle: AOK Rheinland/Hamburg, 06.03.2019