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SARS-CoV-2-PCR-Tests: Positivrate bei 45,9 Prozent

Labore fordern weiter Planungssicherheit
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Die Datenauswertung des ALM e. V. zur SARS-CoV-2-PCR-Testung in KW 31 zeigt eine weiterhin hohe Positivrate von 45,9 Prozent bei weiter sinkender Auslastung.

Die Datenanalyse des ALM e.V. für die 31. Kalenderwoche (01.–07.08.2022) zeigt einen deutlichen Rückgang der Anzahl an SARS-CoV-2-PCR-Tests, was zum Teil auch auf die Sommerferien zurückgeführt wird. Die Positivrate von 45,9 Prozent (Vorwoche: 50,9 Prozent) belege das weiter dynamische Infektionsgeschehen auf hohem Niveau. Noch immer sei von einer signifikanten statistischen Untererfassung von an Corona Erkrankten auszugehen, da nicht mehr alle symptomatischen Personen mit der PCR untersucht würden, so der Verband. Insgesamt seien in der vergangenen Woche 580.908 PCR-Untersuchungen in den Laboren durchgeführt worden, rund 16 Prozent weniger als in der Vorwoche (KW 30: 691.180). Davon seien 266.899 Tests positiv befundet worden (KW 30: 352.127). Dies entspricht einem Rückgang um 24 Prozent. Die Auslastung der 183 teilnehmenden medizinischen Labore in Bezug auf SARS-CoV-2-PCR-Tests liegt im bundesweiten Durchschnitt laut ALM e. V. bei aktuell 21 Prozent (Vorwoche: 25 Prozent). Die verfügbaren SARS-CoV-2-PCR-Kapazitäten für die aktuelle Woche sinken auf nunmehr 2,47 Millionen Tests (KW 31: 2,715 Mio.). Entsprechend steht die Ampel für die Labore auf grün.

Planung für den kommenden Herbst und Winter

Angemahnt wird von den Akkreditierten Laboren in der Medizin e.V. erneut die Vorbereitung und Planung für den kommenden Herbst und Winter. „Der sich nun bemerkbar machende Rückgang der Testkapazitäten in den fachärztlichen Laboren hat sicher auch mit dem Fehlen klarer Botschaften aus der Politik zu tun. Es war absehbar, dass die Kapazitäten bei mangelnder Planungssicherheit sinken. Dennoch sind die fachärztlichen Labore auf die Bewältigung der mit der Versorgung von Erkrankten verbundenen ärztlichen Labordiagnostik im Herbst gut vorbereitet. Testungen mittels PCR sollten nach Meinung vieler Experten ohnehin auf das medizinisch Notwendige und den Schutz vulnerabler Gruppen fokussiert werden. Wie das RKI bereits ausgeführt hat, ist es wichtiger, die Tendenz und Entwicklung des Infektionsgeschehens zu bewerten, als jede einzelne Corona-Infektion mit einer PCR zu bestätigen“, so das Fazit von Dr. Michael Müller, Vorsitzender des fachärztlichen Berufsverbandes. „Insofern können wir auch mit einer erhöhten Dunkelziffer gut umgehen, denn das RKI verwendet neben der Neuinfektionsrate noch weitere und zuverlässige Surveillance-Konzepte zur Einschätzung und Bewertung der Pandemie.“

Anstieg des Infektionsgeschehens erwartet

Für die kommenden Wochen erwartet der ALM e.V. wieder einen deutlichen Anstieg des Infektionsgeschehens. Besonderes Augenmerk sollte daher vor allem auf dem Schutz der vulnerablen Gruppen liegen. „Wichtig ist aus Sicht der Fachärztinnen und Fachärzte in den medizinischen Laboren der frühzeitige Zugang zur antiviralen Therapie, vor allem bei Patienten mit Risiko für einen schweren Verlauf, insbesondere bei Immunsuppression. Um einem schweren Verlauf vorzubeugen, sollte gemäß RKI-Vorschlag bei diesen Risikopatienten nach der mittels PCR-bestätigten COVID-19-Diagnose die Behandlung mit entsprechend empfohlenen Virostatika innerhalb kürzester Zeit von maximal fünf bis sieben Tagen nach Symptombeginn bzw. vermutetem Infektionszeitpunkt erfolgen“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende Prof. Jan Kramer, Internist und Labormediziner. Auch hier liege einer der Gründe, warum die Entscheidung zur Aufrechterhaltung der nichtärztlichen Testinfrastruktur immer wieder kritisiert werde. Die Diagnose und Behandlung von Personen mit Symptomen gehörten in ärztliche Hände und nicht in nichtärztlich geleitete Teststellen, so Kramer.

Quelle: ALM e. V.

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