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MRSA-Infektionen im Krankenhaus

Ist das Hygienemanagement in den Niederlanden tatsächlich besser als in Deutschland?
Hardy-Thorsten Panknin, Matthias Trautmann
MRSA-Infektionen im Krankenhaus
MRSA © National Institutes of Health (NIH), Public Domain
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Methicillinresistente Staphylococcus-aureus-Stämme (MRSA) waren in den 1990er-Jahren das beherrschende Hygienethema. Rundfunk, Presse und Fernsehen präsentierten regelmäßig dramatische Erkrankungsfälle.

Betroffene Patienten berichteten in Talkshows über schwere Folgeschäden durch MRSA-Infektionen. Das krankenhaushygienische Management wurde dabei meist als unzureichend und lückenhaft dargestellt. Eine Wende trat erst ein, als die Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention (KRINKO) beim Robert Koch-Institut im Jahr 1999 ihre erste MRSA-Empfehlung veröffentlichte [1]. Die meisten Kliniken setzten die Empfehlungen sehr zügig um. Als erster Schritt wurde fast überall ein Aufnahme-Screening auf MRSA eingeführt. Seit der Jahrtausendwende scheinen die MRSA-Keime in deutschen Krankenhäusern zwar langsam auf dem Rückzug zu sein. Dennoch sind sie neben Vancomycin-resistenten Enterokokken (VRE) und Drittgenerations-Cephalosporin-resistenten gramnegativen Keimen nach wie vor eines der nach außen hin am stärksten wahrnehmbaren Hygieneprobleme. Juristische Auseinandersetzungen drehen sich nach wie vor häufig um MRSA-Infektionen nach großen Operationen, besonders nach Hüft- oder Knieprothesenimplantationen. Das Management derartiger Infektionen ist unverändert schwierig, da neue MRSA-wirksame Antibiotika in den letzten Jahren nicht mehr auf den Markt gekommen sind.

Entnommen aus MTA Dialog 7/2019

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