Umfrage

Mehrheit der Deutschen befürwortet das Masernschutzgesetz

Das Bundeskabinett hat das Masernschutzgesetz beschlossen, das ab März 2020 in Kraft treten soll. Die deutliche Mehrheit der Deutschen (73 Prozent) befürwortet die Einführung einer Impfpflicht bei Masern, 54 Prozent davon sogar voll und ganz.

Masernschutzgesetz

Nur 14 Prozent der Befragten lehnen eine Impfpflicht für Masern ab. | Tino Neitz - stock.adobe.com

Lediglich 14 Prozent der Befragten lehnen das Masernschutzgesetz ab. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der internationalen Data and Analytics Group YouGov, für die 1.178 Personen am 18. Juli bevölkerungsrepräsentativ befragt wurden. Die größte Akzeptanz für das Gesetz findet sich unter den Anhängern der Grünen (86 Prozent). Es folgen die FDP-Anhänger mit 84 Prozent und die der CDU/CSU mit 83 Prozent. Auf Ablehnung trifft die angekündigte Impfpflicht bei Masern vor allem im Lager der Linken, jeder Fünfte würde demnach das Masernschutzgesetz ablehnen (19 Prozent).

Masern

Die Zahl der Masernerkrankungen ist weltweit auf ein alarmierendes Hoch gestiegen, warnt das UN-Kinderhilfswerk UNICEF. 98 Länder berichten von einem Anstieg im vergangenen Jahr; allein zehn Staaten sind für 74 Prozent des Anstiegs verantwortlich.

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Beim Blick in die Altersgruppen finden sich die meisten Befürworter für eine Impfpflicht bei Masern in den höheren Altersgruppen. So beurteilen vier von fünf der über-55-Jährigen (80 Prozent) das Masernschutzgesetz als positiv, bei den 18- bis 24-Jährigen tun dies nur 58 Prozent. Im Geschlechtervergleich stehen die Männer einer Impfpflicht aufgeschlossener gegenüber als Frauen: Während 77 Prozent der Männer das Gesetz für den Schutz vor Masern und zur Stärkung der Impfprävention befürworten, tun dies unter den Frauen nur etwa zwei Drittel (70 Prozent).

Quelle: YouGov, 30.07.2019