Premium Labordiagnostik

Immuno-PCR

Die Entwicklung eines zuverlässigen, schnellen, sensitiven und spezifischen Labortests zur Krankheitsdiagnose ist ein wichtiges Ziel der medizinischen Forschung. Zu traditionellen Verfahren wie Kultur und Mikroskopie, die an die begrenzte Wachstumsgeschwindigkeit der Mikroorganismen gebunden sind, kam im Jahr 1983 die Errungenschaft der PCR hinzu.

Immuno-PCR

Streptococcus pyogenes | © Jennifer Oosthuizen/CDC/Sarah Bailey Cutchin, public domain

Zusammenfassung

Die möglichst frühe Labordiagnose einer Erkrankung spielt eine immer größere Rolle in der modernen Medizin. Für den Nachweis zahlreicher Proteine und Antigene greift man auf Immunoassays (zum Beispiel ELISA) zurück, die auf Antigen-Antikörper-Reaktionen basieren. Diese Methoden haben aber eine beschränkte Sensitivität, sodass vor allem bei sehr geringen Mengen nachzuweisenden Materials die Gefahr falsch-negativer Ergebnisse besteht. Die Immuno-PCR ist ein 1992 entwickelter Test, bei dem statt der enzymatischen Umsetzung eines Substrates eine Marker-DNA eingesetzt wird. Diese Marker-DNA wird dann via PCR exponentiell amplifiziert. Durch die Immuno-PCR kann die Sensitivität auf das 10–100.000-fache des konventionellen ELISA gesteigert werden.

Schlüsselwörter: Molekularbiologie, Immunologie, Labordiagnostik, Antigennachweis, Sensitivität

Abstract

An early disease-specific laboratory diagnosis plays an increasingly important role in modern medicine. Immunoassays (e.g. ELISA) based on antigen-antibody reactions are traditionally used to detect numerous proteins and antigens. However, these methods have a limited sensitivity, so that there is a risk of false negative results, especially with very small amounts of material to be detected. Immuno-PCR, developed in 1992, uses marker DNA instead of the enzymatic conversion of a substrate. This marker DNA can then be amplified exponentially via PCR. Using Immuno-PCR, a 10–100,000-fold improvement in sensitivity compared to conventional ELISA can be obtained!

Keywords: molecular biology, immunology, laboratory diagnostics, antigen detection, sensitivity

DOI: 10.3238/MTADIALOG.2019.0218

 

Entnommen aus MTA Dialog 3/2019

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