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iFOBT - Laborärzte ziehen positive Zwischenbilanz

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Ein positives Testergebnis sollte stets durch eine zeitnahe Darmspiegelung abgeklärt werden. nerthuz - stock.adobe
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Um die Darmkrebsprävention steht es in Deutschland inzwischen deutlich besser als noch vor gut einem Jahr. Diese Zwischenbilanz zieht der Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL) 15 Monate nach Aufnahme des quantitativen immunologischen Stuhltests in die Krebsvorsorgeprogramme der gesetzlichen Krankenversicherung.

Die Einführung quantitativer immunologischer Stuhltests (iFOBT) für gesetzlich Krankenversicherte ab 50 Jahren bedeute „sowohl qualitativ als auch quantitativ einen erheblichen Fortschritt in der Patientenversorgung“, so der BDL-Vorsitzende Dr. Andreas Bobrowski. Das neue Testverfahren werde sehr gut angenommen, die Teilnehmerzahlen überraschten positiv.

Die Tatsache, dass die Testung in Deutschland ausschließlich in medizinischen Laboratorien durchgeführt werde, garantiere eine hocheffiziente, zuverlässige Leistungserbringung mit den höchstmöglichen Qualitätsstandards: In der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen den Laborärzten und ihren Kollegen mit direktem Patientenkontakt (Vier-Augen-Prinzip) sei es beispielsweise gelungen, die Anzahl nicht verwertbarer Proben in vielen Labors auf unter ein Prozent zu drücken. Auch die in dem Programm festgelegten Analysezeiten würden nicht nur eingehalten, sondern in den meisten Fällen sogar noch deutlich unterboten. Standardisierte interne Qualitätskontrollen und die externe Qualitätssicherung durch regelmäßige Ringversuche sorgten für optimale Testergebnisse.

Deutliche Steigerung der Teilnehmerzahlen durch Einladungsverfahren

Das Honorarsplitting zwischen den Beratungsleistungen durch die Haus- und Fachärzte und der Erbringungskosten durch die Fachärzte für Laboratoriumsmedizin sorge für eine transparente, wenn auch äußerst knapp kalkulierte Vergütung, in dem für die Gesundheit einer ständig älter werdenden Bevölkerung so wichtigen Präventionsprogramm. „Die gut durchdachte Struktur des Testes und seine klare Verteilung der Verantwortlichkeiten ist ein Erfolgsgarant des Darmkrebsscreenings in Deutschland und sollte beibehalten werden“, resümiert Bobrowski.

Von dem jetzt vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) für 1. Juli 2019 angekündigten Einladungsverfahren verspricht sich der Berufsverband Deutscher Laborärzte eine deutliche Steigerung der Teilnehmerzahlen, auf die sich die medizinischen Laboratorien schon jetzt gut vorbereitet haben.

Wie wichtig die Laboruntersuchung ist, zeigt eine Umfrage vom Frühjahr 2018 unter den BDL-Mitgliedern, die den iFOBT erbringen. Demnach geben etwa zehn Prozent der Stuhltests auf okkultes Blut Hinweise auf eine Krebserkrankung. Ein positives Testergebnis sollte stets durch eine zeitnahe Darmspiegelung abgeklärt werden.


Quelle: BDL, 02.08.2018


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