Wasserpfeife und E-Zigaretten

Gesundheitsschädliche Trendprodukte wie Shisha

Zigaretten sind out, die auch „Shisha“ genannten Wasserpfeifen in, vor allem unter jungen Menschen. Das DKFZ gibt nun drei Informationsblätter zu Wasserpfeifen, E-Zigaretten und Tabakerhitzern heraus, um auf die zumeist unterschätzten Gesundheitsgefahren aufmerksam zu machen.

Mädchen raucht Shisha.

Mädchen raucht Shisha. | iStock/DAK-Gesundheit

Erfreulicherweise sinkt seit Jahren der Anteil Jugendlicher, die Zigaretten rauchen – allerdings interessieren sich Jugendliche inzwischen häufig für andere Tabak- und Nikotinprodukte. So hat von den 12- bis 17-Jährigen knapp ein Drittel schon einmal eine Wasserpfeife ausprobiert, und im Jahr 2016 rauchten sogar mehr Jugendliche Wasserpfeife als Zigaretten. Insbesondere die intensive Aromatisierung des Tabaks macht die Produkte attraktiv und trägt möglicherweise zu einer Unterschätzung der Gesundheitsgefahren bei.

Wasserpfeifen sind nicht ungefährlich

„Viele glauben, Wasserpfeifen seien weniger schädlich und hätten ein geringeres Abhängigkeitspotential als Zigaretten. Tatsächlich verursacht Wasserpfeifenrauchen aber mehrere schwere Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen und schwere chronische Atemwegserkrankungen wie die chronisch obstruktive Lungenerkrankung und kann abhängig machen“, so Ute Mons vom DKFZ, die Vorsitzende der Tabakkontrollkonferenz. „Zudem belastet es die Raumluft mit gesundheitsgefährlichen Schadstoffen und bedeutet somit nicht nur für den Raucher selbst, sondern auch für im Raum anwesende Nichtraucher eine Gesundheitsgefahr.“

Shisha

In Deutschland haben mehr Kinder und Jugendliche Erfahrung mit Wasserpfeifen als bisher bekannt. Von den Schülern der Klassenstufen fünf bis zehn haben 22 Prozent schon einmal Tabak aus einer sogenannten Shisha geraucht.

weiterlesen

Kohlenmonoxid-Vergiftungen zunehmendes Problem

Neben langfristigen Gesundheitsschäden bergen Wasserpfeifen auch akute Gesundheitsgefahren. So sind Kohlenmonoxid-Vergiftungen durch Wasserpfeifenrauchen ein zunehmendes Problem.

Auch E-Zigaretten liegen bei Jugendlichen im Trend: Neuesten Daten zufolge haben 16,4 Prozent der 14- bis 17-Jährigen schon einmal E-Zigaretten ausprobiert und 2,8 Prozent verwenden sie regelmäßig. Im Vergleich zu Tabakzigaretten sind E-Zigaretten zwar sehr wahrscheinlich deutlich weniger schädlich, dennoch sind sie keine harmlosen Life-Style-Produkte – insbesondere für Nichtraucher.

Tabakerhitzer gesundheitlich bedenklich

Seit gut einem Jahr ist in Deutschland ein Tabakerhitzer erhältlich, in dem – anders als in E-Zigaretten – keine Flüssigkeit, sondern Tabak erwärmt wird und das dabei entstehende Aerosol inhaliert wird. Bei der Verwendung dieses Produkts entstehen zwar weniger Schadstoffe als beim Rauchen, aber auch Tabakerhitzer sind gesundheitlich bedenklich.

Die neuen Factsheets, die das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) anlässlich der 16. Deutschen Konferenz für Tabakkontrolle* herausgibt, geben einen raschen Überblick über die Gesundheitsgefahren, das Abhängigkeitspotential, die Belastung Dritter sowie die Regulierung der Produkte. Sie sind als pdf-Datei hier abrufbar.

*16. Deutschen Konferenz für Tabakkontrolle, 12. und 13. Dezember, Deutsches Krebsforschungszentrum (Kommunikationszentrum) Heidelberg

Quelle: DKFZ