EU-Schulprogramm

Gesunde Ernährung für Millionen Schulkinder

Geleitet von der Erkenntnis, dass sich viele Schüler ungesund ernähren stellt die EU jährlich 250 Millionen Euro für frisches Obst, Gemüse und Milch bereit.

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Viele Kinder lieben ungesundes Essen, wie Süßigkeiten. Pommes und Pizza. | Drubig Photo - Fotolia

Pommes, Pizza, Pasta, Süßigkeiten - viele Kinder lieben ungesundes Essen. Übergewicht und Mangelerscheinungen können die Folge sein. Dem will die Europäische Union entgegenwirken - Obst und Gemüse populärer machen und zugleich das Bewusstsein für gesunde Ernährung fördern. Dafür stellt sie mit dem EU-Schulprogramm jährlich 150 Millionen Euro für Schulobst und -gemüse sowie weitere 100 Millionen für Schulmilch bereit. Die Verteilung erfolgte nach Anzahl der 6- bis 10-jährigen Kinder in den Mitgliedstaaten.
Für das EU-Schulprogramm wurden zu Beginn des Schuljahres 2017/18 das bestehende EU-Schulobst- und -gemüseprogramm und das EU-Schulmilchprogramm zusammengeführt.

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Im Schuljahr 2017/2018 haben 28.000 Einrichtungen in Deutschland das Programm genutzt. So kamen rund 2,5 Millionen Kinder in den Genuss von frischem Obst, Gemüse und Milch oder Milchprodukten. Fast 10.000 Tonnen Obst und Gemüse wurden ausgegeben. Den Programminitiatoren war es wichtig, auf Vielfalt zu setzen. So erhielten die Kinder nicht nur bekannte Obst- und Gemüsesorten - wie Äpfel, Birnen, Bananen sowie Karotten, Gurken und Paprika, sondern auch Ausgefalleneres wie Avocados, Feigen, Artischocken oder Pastinaken. Und nicht nur Milch, auch Käse und Joghurt wurden angeboten.

Kinder aßen mehr Obst und Gemüse

In Deutschland stehen für das Schuljahr 2018/2019 insgesamt 25,9 Millionen Euro für Schulobst und -gemüse sowie 10,3 Millionen Euro für Schulmilch bereit. Sowohl Schulen als vorschulische Einrichtungen können Mittel abrufen. Zuständig für die Umsetzung des EU-Schulprogramms sind die Bundesländer.
Das EU-Schulprogramm zielt nicht nur auf die regelmäßige Versorgung von Kindern mit frischem Obst und Gemüse. Ein wichtiges Anliegen ist es, das Ernährungsverhalten langfristig zu prägen und gegebenenfalls auch das der Eltern.

Die Kinder lernen verschiedene Obst- und Gemüsesorten kennen, erfahren wie sie erzeugt werden und erwerben Wissen über ausgewogene Lebensweisen. Ausflüge zu Bauernhöfen, Schulgärten, Kochkurse, Unterricht mit Ernährungsberatern und vieles mehr runden die Ernährungsbildung ab. Eine Untersuchung zum EU-Schulobst- und -gemüseprogramm in den Schuljahren von 2011/12 bis 2015/16 belegt die positiven Effekte. So konnte in nahezu allen Bundesländern festgestellt werden, dass die Kinder mehr Obst und Gemüse aßen und auch das Wissen darüber zugenommen hat.

Die Kinder verzehrten nicht nur in den Einrichtungen, sondern auch zu Hause mehr Gesundes. Nach Angabe der Betreuer und Pädagogen veränderte sich auch die Zusammensetzung der Frühstücksboxen - etwa, dass es weniger Süßigkeiten gab. Besonders deutlich nahmen der Verzehr und das Wissen über Obst und Gemüse bei Kindern in sozial schwierigen Situationen zu.

 

Quelle: Bundesregierung, 10.05.2019


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