DVTA

Gespräch mit Dr. Gerald Gaß (Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft)

Am 12. Mai 2020 haben sich die Präsidentinnen des DVTA e.V., Christiane Maschek und Claudia Rössing, sowie die Landesvorsitzende Rheinland-Pfalz und Saarland der Radiologie, Andrea Banki, mit dem Präsidenten der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Dr. Gerald Gaß, getroffen.

Gespräch mit Dr. Gerald Gaß

© Landeskrankenhaus (AöR), Tobias Vollmer

Die Präsidentinnen machten deutlich, dass der Fachkräftemangel in den MTA-Berufen (belegt durch das DKI-Gutachten 2019 und das Branchenmonitoring in Rheinland-Pfalz) dringend durch die Novellierung des MTA-Gesetzes (MTAG) sowie der MTA-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (MTA-APrV) angegangen werden muss, um die Ausbildung und den Beruf attraktiver zu gestalten und Nachwuchs zu generieren. Die Corona-Pandemie zeigt, wie systemrelevant MTA sind und wie wichtig es ist, auch in Zukunft ausreichend MTA zu haben. Im Gespräch wurde betont, dass eine Notfalldiagnostik ohne MTA nicht denkbar wäre und MTA durch ihre Fachkompetenz auch den Patientenschutz gewährleisten.

Daneben bedarf es ebenso Zukunftsperspektiven für die MTA-Berufe. Diskutiert wurde die Möglichkeit der Anerkennung von Weiterbildungen für MTA durch das Land Rheinland-Pfalz. Dies soll, sowie die Ausbildung der MTA-Berufe auch auf hochschulischer Ebene (laut Empfehlung des Wissenschaftsrates 2012 circa zehn bis 20 Prozent), im Ministerium thematisiert werden. Dr. Gaß sah in der hochschulischen Ausbildung der MTA-Berufe eine Perspektive für die Krankenhäuser, entsprechend qualifizierte MTA für künftige neue Kompetenzbereiche einzusetzen und damit andere Gesundheitsberufe zu entlasten.

Dr. Gaß machte deutlich, dass die Corona-Pandemie dazu beigetragen habe, die Leistungen der MTA-Berufe sichtbarer zu machen und dass die Anerkennung und Wertschätzung der MTA-Berufe deutlich gestiegen sind.

Gegenüber den Anliegen des DVTA e.V. für die MTA-Berufe war Dr. Gaß aufgeschlossen. Seiner Ansicht nach könne man die mit der aktuellen Situation verbundenen Herausforderungen und Perspektiven für das Gesundheitswesen im Moment nicht abschätzen. Welche Perspektiven den MTA-Berufen geboten werden können, wird weiterhin spannend bleiben. Der DVTA e.V. betrachtet die Situation optimistisch.

 

Entnommen aus MTA Dialog 7/2020