Studie „Zukunft Gesundheit 2019“

Frauen unter 35 Jahren sind immer häufiger gestresst

65 Prozent der jungen Frauen fühlen sich nicht rundum gesund. Sie begründen das vor allem mit einem stark angestiegenen Stresslevel in Kombination mit zu wenig Bewegung und schlechter Ernährung.

Stress

Der Stresslevel steigt gerade bei Frauen kontinuierlich an. | Gina Sanders - Fotolia

Die Folge von zu viel Stress: Zwei Drittel der Frauen klagen über muskuläre Verspannungen und mehr als die Hälfte über Kopfschmerzen. Das sind Ergebnisse der Studie „Zukunft Gesundheit 2019“ der Schwenninger Krankenkasse und der Stiftung „Die Gesundarbeiter“. Mehr als 1.000 Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland zwischen 14 und 34 Jahren wurden dafür befragt.

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„Der Stresslevel steigt gerade bei Frauen kontinuierlich an“, hat Dr. Tanja Katrin Hantke, Gesundheitsexpertin der Schwenninger Krankenkasse, erkannt. „2014 gaben nur 65 Prozent der befragten Frauen an, sich oft gestresst zu fühlen. Bis 2016 stieg der Anteil auf 74 Prozent und hat jetzt sogar die 80-Prozent-Marke überschritten. Das ist ein bedenklicher Aufwärtstrend.“ Bei den Männern liegen die Zahlen kontinuierlich deutlich darunter. Die meisten Frauen wissen um die Brisanz ihrer Situation, finden aber nicht den Freiraum, um sich zu entspannen. 81 Prozent sagen, sie würden gerne mehr für ihre Gesundheit tun, im Alltag bliebe dafür aber meist keine Zeit.

Verspannungen und Kopfschmerzen

„Der internationale Frauentag entstand im Kampf um die Gleichberechtigung“, so Hantke. „Und obwohl schon einiges erreicht wurde, bleibt noch viel zu tun: Besonders berufstätige Mütter stehen sehr oft unter enormen Druck und müssen mehrere Rollen gleichzeitig ausfüllen. Diese Doppelbelastung wirkt sich negativ auf ihr gesundheitliches Wohlbefinden aus.“

Der Dauerstress beeinträchtigt die jungen Frauen deutlich. 64 Prozent der Befragten nennen als Auswirkung muskuläre Verspannungen, 53 Prozent leiden häufig unter Kopfschmerzen. „Hier zeigt sich, dass sich der alltägliche Stress bei Frauen auch körperlich stärker auswirkt als bei Männern, von denen etwas weniger als die Hälfte über muskuläre Verspannungen klagt und nur knapp jeder Dritte über Kopfschmerzen“, so die Ärztin.


Ein Programm zur Stressbewältigung und Entspannung finden Sie hier

 

Quelle: Schwenninger Krankenkasse, 04.03.2020