Premium Hämatologie

Fragmentozyt (Teil 1)

Definition, Entstehung
Reinhild Herwartz, Roland Fuchs
Fragmentozyten
Abb. 3: Fragmentozyten. Links: Vier zytologische Varianten, rechts: typische Helmform mit zipfligen Ausziehungen am Übergang der Konvex- zur Konkavseite. © Uniklinik Aachen
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Der Fragmentozyt ist ein mechanisch beschädigter Erythrozyt, der charakteristischerweise im Blutausstrich helmförmig in Erscheinung tritt, aber auch als Akanthozyt oder als irregulärer Schistozyt vorkommt.

Zusammenfassung

In Deutschland wird, um eine Verwechslung mit Erythrozytenanomalien anderer Genese zu vermeiden, nur die Helmform als Fragmentozyt gewertet. Der helmförmige Erythrozyt ist zytologisch dadurch charakterisiert, dass er aus einer intakten Konvexseite und einer beschädigten Konkavseite besteht. Bei blutgesunden Menschen finden sich <1‰ Fragmentozyten, d.h. in fünf Gesichtsfeldern der Vergrößerung Objektiv 100 (GF-100) wird höchstens ein Fragmentozyt angetroffen.

Entnommen aus MTA Dialog 02/2015

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