Pilotprojekt

Die digitale Krankschreibung

Immer mehr Krankschreibungen erreichen die Techniker Krankenkasse (TK) auf elektronischem Weg. Im Januar wurde nun im Rahmen eines Pilotprojekts die Marke von 10.000 geknackt.

Krankschreibung

Seit Oktober können Ärzte auf Wunsch der TK-Versicherten den gelben Schein direkt in der Praxis per Mausklick an die Krankenkasse schicken. | Gina Sanders/Fotolia

Seit Oktober können Ärzte auf Wunsch der TK-Versicherten den gelben Schein direkt in der Praxis per Mausklick an die Krankenkasse schicken."Für die Versicherten ist der digitale Weg deutlich komfortabler. Bisher mussten sie ihre Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung per Post verschicken oder einscannen und anschließend im Internet hochladen. Jetzt landet sie innerhalb von Sekundenbruchteilen bei uns", erklärt der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der TK, Thomas Ballast.

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Das Pilotprojekt zur elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) lief zunächst in Schleswig-Holstein an und wird mittlerweile von rund 360 Ärzten genutzt. Da sich die eAU dort innerhalb weniger Monate etablierte, sollen nun weitere Bundesländer folgen. In Kürze wird die eAU auch in Hamburg an den Start gehen. Bisher muss ein Arzt die Krankschreibung drei Mal ausdrucken. Ein Exemplar leitet der Patient an die Krankenkasse weiter, ein Ausdruck ist für den Arbeitgeber, ein Papier für die eigenen Unterlagen. Bei 75 Millionen Krankschreibungen im vergangenen Jahr könnten durch die eAU künftig 225 Millionen bedruckte Blätter in Deutschlands Arztpraxen eingespart werden.
 
Zwei Drittel der Bevölkerung erhoffen sich von der zunehmenden Digitalisierung im Gesundheitsbereich, dass Behandlungsabläufe effizienter und kostengünstiger abgewickelt werden, wie der TK-Meinungspuls 2017 belegt.
 

Quelle: TK, 31.01.2018.