Weiterbildungsmöglichkeit

Das Sandwich-Prinzip – Teil 1

Seit nunmehr 50 Jahren bietet das Deutsche Institut zur Weiterbildung für Technologen/-innen und Analytiker/-innen in der Medizin e.V. (DIW-MTA) Möglichkeiten zur Weiterbildung in den MTA-Berufen an.

Sandwich-Prinzip

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Beständige Weiterbildungen gewinnen in den medizinisch-technischen Berufen zunehmend an Bedeutung. Die fundierte Ausbildung zur Aufnahme erster beruflicher Schritte ins Berufsleben wird zunächst von den zahlreichen MTA-Schulen im Land sichergestellt. Eine Spezialisierung in die jeweiligen Fachgebiete erweist sich jedoch häufig schon in den Phasen der Einarbeitung als notwendig. Nächste Karriereschritte setzen oftmals weitere vertiefende fachpraktische und theoretische Kenntnisse voraus. Weiterqualifizierungen im Bereich der klinischen Forschung erfordern zudem Erfahrungen im Umgang mit wissenschaftlichen Arbeitsweisen. Im Zuge dessen wird auch der Ruf nach akademischen Abschlüssen immer lauter.

 

 

Deshalb wurden für das Jahresprogramm 2017 die Qualifikationen für MTA in medizinischen Laboratorien von den Mitgliedern der Fachgruppe BMA engagiert überarbeitet und aktuellen Markterfordernissen angepasst. Erstmals bieten die angebotenen Weiterbildungen Abschlüsse und Übergänge an, die es den Teilnehmern und Teilnehmerinnen in verschiedenen Richtungen der Biomedizinischen Analytik aufbauend ermöglichen, sich berufsbegleitend modular über den/die Spezialisten/-in zur/m Fachanalytiker/-in zu qualifizieren. Zudem bietet eine Kooperation des DIW-MTA e.V. mit Sitz in Berlin mit der Fachhochschule für Gesundheit Tirol (Innsbruck) die Option, sich bis zu einem international anerkannten Masterabschluss (120 ECTS) weiterzubilden.

Erster Qualifizierungsschritt, der direkt nach Abschluss der Ausbildungen zur MTLA oder VMTA begonnen werden kann, ist die Weiterbildung zum/r Spezialisten beziehungsweise Spezialistin, deren Qualifikation in acht Vertiefungsrichtungen angeboten wird.

  • Klinische Chemie & Pathobiochemie (90 Stunden)
  • Hämatologie (90 Stunden)
  • Morphologische Hämatologie (90 Stunden
  • Immunhämatologie & Transfusionsmedizin (90 Stunden)
  • Medizinische Mikrobiologie & Virologie (90 Stunden)
  • Hygienemanagement & Infektionsepidemiologie (85 Stunden)
  • Histologie (90 Stunden)
  • Molekulare Biologie & Diagnostik (110 Stunden)

Die Seminare sind modular zu belegen. Die Wahl der Module kann den beruflichen Erfordernissen angepasst werden. Entscheidend für den Abschluss ist, dass die für die Qualifikation jeweils ausgewiesenen Präsenzstunden nachgewiesen werden und die curricular vorgeschriebenen Prüfungsleistungen als bestanden gelten.

Darauf aufbauend werden, mit Ausnahme des Faches Molekulare Biologie & Diagnostik, weiterhin die bewährten Fachqualifikationen zum/r Biomedizinischen Fachanalytiker/-in angeboten.

Durch Streichung der fachübergreifenden und der Wahlmodule sowie einer Konzentrierung auf die fachliche Expertise, konnte die Gesamtstundenzahl von 520 auf 250 beziehungsweise 290 Präsenzstunden reduziert werden. Dadurch wird in deutlich weniger Zeit und geringerem finanziellen Aufwand die gleiche Fachexpertise wie bisher erworben.

Alle Fachqualifikationen enthalten ein Modul Praxis Wissenschaftlichen Arbeitens und jeweils ein Wahl-Ergänzungsmodul. Fachqualifikanten erweitern nicht nur ihre Fachexpertise in den jeweiligen Arbeitsfeldern umfassend, sondern qualifizieren sich damit auch in Bereichen der klinischen Forschung. Die Fachqualifikationen schließen jeweils mit einer Diplomarbeit zu einem selbst vorzuschlagenden und von der Prüfungskommission angenommenen Thema sowie dem Prüfungskolloquium ab. Das neue Konzept aus Spezialisierungen und Fachqualifikationen bietet beste Voraussetzungen für einen Einstieg in das kostenpflichtige, berufsbegleitende fünfsemestrige Studium im kooperativen Masterlehrgang der Fachhochschule für Gesundheit Tirol/Innsbruck und des DIW-MTA e.V mit Sitz in Berlin. Studienort in den Präsenzzeiten ist Berlin. Mit erfolgreichem Studienabschluss wird der international anerkannte Mastergrad „Master of Science in Biomedical Sciences“ (120 ECTS Credits) erlangt.

Interessierte können im vierten Quartal 2016 das Jahresprogramm bei der Geschäftsstelle des DIW-MTA e.V. anfordern oder erste Informationen der Homepage www.diw-mta.de entnehmen.

Kontakt: DIW-MTA e.V.
Welserstraße 5–7, 10777 Berlin
030 33844064
info@diw-mta.de, www.diw-mta.de

 

Entnommen aus MTA Dialog 11/2016