DRK-Blutspendedienst

Corona-Impfung: Kein Blutspende-Lockdown

Nach einer Impfung mit einem SARS-CoV-2-Impfstoff ist keine Rückstellung von der Blutspende erforderlich. Das gilt für die mRNA-Impfstoffe (Moderna, BioNTtech) wie auch für die verwendeten Vektorimpfstoffe (AstraZeneca, Johnson & Johnson).

Blutspenden

Grafik „Kein Blutspende-Lockdown“ (Ausschnitt) | DRK-Blutspendedienst

Sofern keine Impfreaktionen, wie zum Beispiel Fieber oder eine lokale Schwellung auftreten, können Geimpfte am Folgetag schon wieder Blut spenden. Das ist aus Sicht des Sprechers des DRK-Blutspendedienstes, Stephan David Küpper, eine enorm wichtige Nachricht: „Wäre nach einer Corona-Impfung eine Rückstellung von der Blutspende nötig, würden wir bei einer steigenden Impfquote viele Spenderinnen und Spender verlieren, was wiederum zu einem weiteren Engpass in der Versorgung der Patienten mit Blutpräparaten führen würde.“

Coronavirus: Blutspenden

Viele Menschen sind den zu Beginn der Coronavirus-Epidemie gestarteten Aufrufen zur Blutspende gefolgt: Die Zahl der Spender ist deutschlandweit erfreulich gestiegen. Die Deutsche Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie (DGTI) ruft weiterhin zur regelmäßigen Blutspende auf, trotz und gerade in Zeiten der Coronavirus-Krise.

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Wird das Blut auf SARS-CoV-2 getestet?

Auch wichtig zu wissen: Das gespendete Blut wird nicht auf SARS-CoV-2 getestet. Eine Testung des gespendeten Blutes wird nicht durchgeführt, da sich das Virus nach aktuellem wissenschaftlichem Stand (Robert Koch-Institut, Paul-Ehrlich-Institut) nicht im Rahmen einer Bluttransfusion übertragen lässt. Für die Patienten und Transfusionsempfänger besteht daher keine Gefahr.

Antigenschnelltest vor der Blutspende?

Blutspendewillige werden nicht mit einem Antigenschnelltest getestet. Ein wichtiges Element der Risikovorsorge der Blutspendedienste war es von Anfang an, dafür Sorge zu tragen, dass Spender, die das Risiko einer aktuellen SARS-CoV-2 Infektion bergen, sich gar nicht erst auf den Weg zur Blutspende machen. Antigentests jedoch dienen dem Nachweis einer akuten SARS-CoV-2-Infektion. Küpper führt dazu weiter aus: „Das Angebot von SARS-CoV-2 Schnelltests auf Blutspendeterminen birgt daher möglicherweise das Risiko, dass Personen, die eine eigene Infektion mit SARS-CoV-2 zumindest für möglich halten, die Blutspende aufsuchen, um einen Antigentest im Rahmen des Blutspendetermins durchführen lassen, sonst aber den Blutspendetermin ohne die Möglichkeit der Testung nicht aufgesucht hätten.“

Appell des Roten Kreuzes: Blutspende ist weiter wichtig!

Alle Coronaschutzverordnungen nehmen Blutspendetermine von den aktuellen Beschränkungen ausdrücklich aus. In den vergangenen Monaten ist es mit vereinten Anstrengungen gelungen, die Versorgung schwerkranker Patienten mit Blutkonserven zu garantieren. Das Rote Kreuz dankt allen Menschen, die mit ihren Blutspenden dazu beigetragen haben und appelliert, dies auch in den kommenden Wochen und Monaten im Lichte möglicher Lockerungen zu tun. „Das Gesundheitssystem kann nicht funktionieren, wenn keine Blutkonserven zur Verfügung stehen, deshalb ist es wichtig, dass weiterhin Blut gespendet wird – dieser selbstlose Einsatz dient der ganzen Gesellschaft“, so Küpper.  

Blutspende in Corona-Zeiten

Durch die Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen auf den Terminen gewährleistet das DRK nach eigenen Angaben einen größtmöglichen Schutz für alle Blutspender, für die ehrenamtlichen und die hauptamtlichen Mitarbeiter. Weitere Infos zum Hygienekonzept und ein Corona-FAQ finden Sie hier.

Das DRK bittet alle Bürger, die Blut spenden möchten, sich vorab online einen persönlichen Termin zu reservieren. Terminreservierungen sind Bestandteil des Corona-Schutzkonzeptes, denn sie verhindern lange Warteschlangen. 

Quelle: DRK-Blutspendedienst West, 04.05.2021