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Biologische Pflaster aus dem 3D-Drucker

Alternative zur Eigenhauttransplantation
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Alternative zur Eigenhauttransplantation
Aus einem Mix von Gelatine und Hautzellen entstehen per Bioprinting passgenaue Pflaster für großflächige Wunden, © momius/stock.adobe.com
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Aus einem Mix von Gelatine und Hautzellen entstehen passgenaue Pflaster für großflächige Wunden. Ein Forscherteam der Health in der Charité (BIH) und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma Cellbricks haben den dafür erforderlichen 3D-Drucker entwickelt.  

Bei einer Fläche von mehreren Quadratzentimetern sind die Selbstheilungskräfte des Körpers überfordert und es hilft oft nur noch eine Eigenhauttransplantation. Doch sowohl beim Entnehmen als auch beim Verpflanzen stellen sich Probleme, erklärt Prof. Georg Duda, der Direktor des Julius Wolff Instituts für Biomechanik und Musculoskeletale Regeneration im BIH und Sprecher des BIH Centrums für Regenerative Therapien (BCRT). „Es treten hierbei leider oft Vernarbungen auf, die sowohl medizinisch als auch kosmetisch weder Arzt noch Patient zufriedenstellen.“ Auf der Suche nach einer Alternative stießen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Duda auf die Firma Cellbricks: Das Unternehmen hat einen 3D-Drucker entwickelt, der individuelle Hautpatches verschiedener Größe und Form drucken kann. 

Biologische Druckertinte

„Die Druckertinte ist in unserem Fall biologisch“, erklärt Bianca Lemke, Doktorandin bei Duda. „Sie besteht aus einer besonderen Form von Gelatine mit Metacrylatenden, die bei UV-Belichtung aushärtet. Da hinein mischen wir Hautzellen, die idealerweise vom Empfänger selbst stammen. Und mit besonderem technischem Aufwand können wir sogar kleine Röhren hineindrucken, die wir anschließend mit Blutgefäßzellen besiedeln, so dass das Hautpatch sogar Blutgefäße enthält.“ Am Drucker einstellbar sind Form und Größe des erforderlichen Wundverschlusses, je nach Herausforderung dauert der Druck eine oder mehrere Stunden. 

Option für Astronauten?

Ob der Drucker auch in der Schwerelosigkeit funktioniert, wird auf einem sogenannten Parabelflug getestet. Duda: „Wir hoffen sehr, dass die Druckergebnisse stabil sind, zumindest während der Schwerelosigkeit. Denn dann könnten wir eines Tages den Astronauten tatsächlich eine personalisierte Wundversorgung anbieten. Auch wenn es bis dahin sicher noch ein weiter Weg ist.“ 

Quelle Berlin Institute of Health at Charité (BIH)

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