Streik am Uniklinikum Düsseldorf

Ärztinnen und Ärzte bitten Ministerpräsidenten um Vermittlung

Mehr als 40 Direktorinnen und Direktoren von Kliniken und Instituten des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) haben NRW-Ministerpräsident Armin Laschet um Vermittlung im laufenden Streik am Universitätsklinikum Düsseldorf gebeten.

Universitätsklinikum Düsseldorf

MNR-Klinik im Universitätsklinikum Düsseldorf in Düsseldorf-Bilk | Wiegels - Wikimedia

In einem Offenen Brief drücken die Ärztinnen und Ärzte ihre „zunehmende Sorge um die Krankenversorgung der Bevölkerung im Großraum Düsseldorf“ aus. Weiter heißt es in dem Brief: „Es steht unmittelbar bevor, dass dringlich notwendige Operationen nicht mehr zeitnah durchgeführt werden können und zeitkritische Krebstherapien nur verzögert stattfinden.“

Frühchen

Im Jahr 2017 wurden in den Kreißsälen des Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD) mehr als 200 Frühchen. Um Eltern frühgeborener Babys auch in den ersten Monaten nach dem Verlassen der Klinik optimal zu unterstützen, bietet die Neonatologie am UKD unterschiedliche Nachsorge-Angebote an.

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Vor diesem Hintergrund bitten die Unterzeichner des Briefes den Ministerpräsidenten, sich für eine Vermittlung einzusetzen beziehungsweise eine Person seines Vertrauens zu benennen, die diese Aufgabe übernimmt.
Das größte Düsseldorfer Krankenhaus wird bereits seit mehreren Wochen von der Gewerkschaft verdi bestreikt. Aktuell können circa nur 750 Patienten stationär versorgt werden, im Normalbetrieb sind es sonst mehr als 1.100 Menschen.

Gespräche zur Entlastung des Personals wurden von der Gewerkschaft abgebrochen. Der Vorstand des UKD ist nach eigenen Angaben weiter jederzeit für Verhandlungen offen. Basis der Entlastungsgespräche ist eine Vereinbarung, die verdi im Frühjahr mit den Universitätskliniken in Baden-Württemberg getroffen hatte.

Quelle: UKD, 13.08.18