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Zunehmende Arzneimittelknappheit

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Arzneimittelknappheit
Der Mangel an einzelnen Arzneimitteln in den Praxen ist zunehmend spürbar. Denis Magilov - Fotolia
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Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNo) bestätigt, dass der Mangel an einzelnen Arzneimitteln in den Praxen zunehmend spürbar ist. Vermehrt erreichen die KVNo auch Rückmeldungen, dass Wirkstoffe gar nicht mehr lieferbar sind.

Zunehmend erreichen die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein Rückfragen von Praxen zu nicht verfügbaren Arzneimitteln. Der KVNo-Vorstandsvorsitzende Dr. med. Frank Bergmann nimmt Stellung zu diesen Rückmeldungen der niedergelassenen Ärzte in Nordrhein und zur aktuellen Berichterstattung über nicht verfügbare Arzneimittel.

„Wir können bestätigen, dass der Mangel an einzelnen Arzneimitteln in den Praxen zunehmend spürbar ist – und das nicht zum ersten Mal. Apotheken müssen häufiger in Praxen rückfragen, ob sie ein wirkstoffgleiches Arzneimittel abgeben können. Vermehrt erreichen uns jedoch auch Rückmeldungen, dass Wirkstoffe gar nicht mehr lieferbar sind und auch nicht auf andere Anbieter ausgewichen werden kann.“

Feststellung der Ursachen für den Mangel

Für eine verlässliche medizinische Versorgung der Patienten müsse dringend geklärt werden, welche Dimension der Mangel in den Apotheken und Großhandlungen habe. „Wichtig ist jetzt vor allem herauszufinden, welche Wirkstoffe nicht lieferbar sind, ob es sich um lokale Probleme handelt oder Wirkstoffe bundesweit nicht verfügbar sind und ob Wirkstoffe nur zeitlich begrenzt nicht lieferbar sind oder länger andauernde Lieferausfälle zu erwarten sind“, so Bergmann.

Um das zu Problem zu beheben, müssten auch die Ursachen für den Mangel benannt werden – zu hinterfragen seien die Konzentration auf einzelne Produktionsstätten im Ausland, der offenbar lukrativere Verkauf von Medikamenten in Nachbarländer und das Einstellen der Produktion aufgrund fehlender Rentabilität. „Bleibt die Frage, wer die Verantwortung dafür übernimmt, wenn Patienten aus solchen Gründen nicht adäquat versorgt werden können.“


Quelle: KVNo, 12.08.2019

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