Gesundheitspolitik

„Zuckersteuer“ gefordert

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Kli
Zuckersteuer
Zuckerhaltige Getränke können unter anderem zu Diabetes Typ 2 oder Zahnkrankheiten führen. Fotolia/annems
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Eine „Zuckersteuer“ kann helfen, Adipositas, Diabetes Typ 2 und Zahnerkrankungen vorzubeugen. Das geht aus einem neuen Report der Weltsgesundheitsorganisation (WHO) hervor.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) begründet ihre Forderung nach einer „Zuckersteuer“ in einem Report mit den Erfahrungen, die verschiedene Länder mit gesetzlichen Initiativen gemacht haben. Die zusätzlichen Einnahmen sollten in die Subvention von gesunden Grundnahrungsmitteln investiert werden, heißt es in dem Bericht „Fiscal Policies for Diet and Prevention of Noncommunicable Diseases“.

Im Jahr 2014 waren 39 Prozent der Erwachsenen übergewichtig. Die weltweite Prävalenz der Adipositas hat sich zwischen 1980 und 2014 mehr als verdoppelt. 11 Prozent der Männer und 15 Prozent der Frauen sind fettleibig. Das sind weltweit mehr als eine halbe Milliarde Erwachsene. Hinzu kommen noch einmal schätzungsweise 42 Millionen Kinder unter 5 Jahren, die im Jahr 2015 übergewichtig oder fettleibig waren. Dies entspricht laut WHO einer Steigerung von rund 11 Millionen in den letzten 15 Jahren. Fast die Hälfte der übergewichtigen Kinder (48 Prozent) leben heute in Asien und ein Viertel in Afrika.

Auch die Zahl der Diabetiker nimmt zu, nach Angaben der WHO waren es 2014 bereits 422 Millionen gegenüber 108 Millionen in 1980. Die Krankheit sei allein im Jahr 2012 allein für 1,5 Millionen Todesfälle verantwortlich gewesen.

Der Report verweist auf die Erfahrungen, die in einzelnen Ländern mit einer Konsumsteuer erzielt wurden. Als positive Beispiele werden Mexiko und Ungarn genannt.

Quelle: WHO, 11.10.2016


www.who.int/dietphysicalactivity/publications/fiscal-policies-diet-prevention/en/

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