Eröffnung in Berlin

World Health Summit 2017

Über 1.000 Teilnehmer aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft versammelten sich in Berlin, um den 9. World Health Summit zu eröffnen. Er steht im Zeichen der Gesundheitspolitik.

World Health Summit

World Health Summit in Berlin | World Health Summit

Die globale Gesundheitspolitik sei zu einem Markenzeichen der internationalen Verantwortung geworden, so Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe auf der Eröffnungsveranstaltung. „Dieser internationalen Verantwortung werden wir auch in Zukunft gerecht werden und globale Gesundheitspolitik aktiv mitgestalten. Dabei ist auch eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit der Politik mit Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Stiftungen und Wirtschaft wichtig“, führte Gröhe weiter aus. Der World Health Summit sei auch ein international viel beachtetes Forum, um globale Gesundheit gemeinsam weiter voranzubringen.

Auch die internationale Politik war vertreten, unter anderem durch Portugals Gesundheitsminister Adalberto Campos Fernandos. Er betonte, dass es dringend notwendig sei, eine gemeinsame Global-Health-Ausbildung zu schaffen. World Health Summit Präsident Detlev Ganten betonte die entscheidende Rolle der Wissenschaft: „Wissenschaft übernimmt Verantwortung für die großen globalen Herausforderungen – von denen Gesundheit die wichtigste für jeden Einzelnen und die Gesellschaft als Ganzes ist.“

Gröhe

Der Kampf gegen Antibiotikaresistenzen und weltweite Gesundheitskrisen sind nur zwei Themen mit denen sich mehr als 1.800 Politiker und Wissenschaftler aus rund 80 Ländern auf dem 8. World Health Summit beschäftigten.

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Der neue Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, war über eine Videobotschaft zu sehen und zu hören. Für ihn sei eine gute und sichere Gesundheitsversorgung für die Menschen das Wichtigste – eine umfassende Gesundheitsversorgung für alle Länder, auch die einkommensschwachen. Und das sei machbar: „Es ist eine politische Entscheidung und die beste Investition in eine Welt, die sicherer, fairer und gesünder ist.“

Gerade in Zeiten des Krieges gegen Terror dürfe man Globale Gesundheit nicht nur als Gesundheitssicherheit sehen, so Joanne Liu, internationale Präsidentin von Ärzte ohne Grenzen. „Hilfe gibt es nur, wenn sich wohlhabende Nationen von einer Krise bedroht fühlen. Ansonsten spielen sie keine Rollen. Solange wir Krisen nur unter dem Sicherheitsaspekt wahrnehmen, geht es mehr um Bedrohung als um die Gesundheit der betroffenen Menschen“, so Liu. Weitere Redner des Eröffnungsabends waren Nobelpreisträger und Stanford-Professor Roger D. Kornberg, Bayer-CEO Werner Baumann und Christoph Franz, Präsident des Verwaltungsrates von Roche.

Der heutige zweite Tag des World Health Summit steht im Zeichen der Gesundheitspolitik der G7/G20, digitaler Innovationen, Gesundheitssicherheit und Startups. Im weiteren Programm sind unter anderem Neil Jordan, Geschäftsführer Health Worldwide, Microsoft, Georg Schütte, Staatssekretär Bundesministerium für Bildung und Forschung, Steven Hildemann, CMO/Head of Global Medical Affairs and Global Drug Safety, Merck, und Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchener Sicherheitskonferenz, zu hören. (idw, WHS, red)

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