Medien

Wie viel Wahrheit steckt in der Online-Kommunikation?

Inzwischen ist das Internet kaum mehr aus dem Alltag wegzudenken. Auch E-Mails gehören für viele zur täglichen Routine. Wissen wird leichter abrufbar – dank Suchmaschinen – und auch das soziale Miteinander hat einen festen Platz in der virtuellen Welt bekommen.

Online-Kommunikation

Tagung des Netzwerkes Medienethik

Doch wie sicher und authentisch sind diese Plattformen und Wege? Und kann man im Zusammenhang mit medial vermittelter Kommunikation sinnvoll von Glaubwürdigkeit sprechen? 2012 wurden diese Fragen auch auf der Tagung des Netzwerkes Medienethik gestellt.

Die Herausgeber Martin Emmer, Alexander Filipović, Jan-Hinrik Schmidt und Ingrid Stapf haben verschiedene Beiträge zusammengefasst und beschäftigen sich mit den Themen, wie „Authentizität als Eigensein und Konstruktion“, „Klarnamenpflicht versus Anonymität: Das Grundrecht auf Nichtidentifizierung“ oder „Widerstand im Zeichen der Maske: Anonymus Hackertechniken und die Frage nach dem Subjekt im Zeitalter digitaler Techniken“.

Dabei stoßen die Vier auch auf die Frage, inwieweit visuelle Selbstoffenbarungen im Internet authentisch sind und nähern sich dem Jugendschutz ebenso an wie dem Thema Glaubwürdigkeit bei Politikern in deren Selbstdarstellung auf Facebook-Profilen.

Kritisch und konstruktiv werden Anregungen geschaffen, sich anhand von Studien und Fallbeispielen mit diesem für alle, die in der Medienwelt unterwegs sind, wichtigen Thema auseinandersetzen.

Echtheit, Wahrheit, Ehrlichkeit: Authentizität in der Online-Kommunikation
(Kommunikations- und Medienethik)
Martin Emmer, Alexander Filipović, Jan-Hinrik Schmidt, Ingrid Stapf
Beltz Juventa, September 2013
ISBN: 978-3-7799-3001-3
Preis: 24,95 €

 

Entnommen aus MTA Dialog 4/2016