MTRA als MR-Sicherheitsexperte/-in

Weiterbildung als Sieg über die Alltagsroutine

MTRA, die in ihrem Arbeitsalltag mit der bildgebenden Diagnostik mittels MR zu tun haben, wissen um die Wichtigkeit einer fachgerechten Anwendung. Nur die Einhaltung aller relevanten Sicherheitsmaßnahmen in jeder möglichen Situation des Arbeitsalltags garantiert die Sicherheit von Patienten und Personal.

Sicherheitsexperte/-in

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Eine gute Ausbildung und Umsicht des bedienenden Personals in Bezug auf Fragen der Sicherheit werden zum zentralen Punkt der Praxisorganisation. Sie ermöglichen erst den Ausschluss einer Reihe von Sicherheitsrisiken. Nur so kann der reibungslose Einsatz der in jeglicher Hinsicht komplexen MR-Technik garantiert werden.

Im Grunde müssen Fachwissen und die richtige Anwendung beziehungsweise Kenntnis der spezifischen Sicherheitsmaßnahmen dem Verantwortlichen sprichwörtlich im Blut verankert sein. Jede/-r MTRA ist sich dessen bewusst, im Praxisalltag sind stressige Arbeitssituationen eher die Regel als die Ausnahme. Es gibt jede Menge dieser ganz speziellen Tage, an denen scheinbar mal wieder alles zusammenkommt, es zudem schnell gehen muss und somit starke Nerven gefragt sind. Und genau in solchen Situationen ist es besonders herausfordernd, bei den Sicherheitsmaßnahmen bezüglich der MR-Systeme niemals den Überblick zu verlieren, mehr noch, sicherheitsrelevante Arbeitsschritte wie im Schlaf zu beherrschen. Nur so lässt sich garantieren, dass sich keine Fehler einschleichen, die möglicherweise schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen.

Der steigende Einsatz von Hochfeld-Anlagen und nicht zuletzt die zunehmende Vorliebe für extravaganten Körperschmuck aller Art, an jeglicher Region des Körpers, kommen noch hinzu und verlangen dem Verantwortlichen für Sicherheit gerade in stressigen Situationen einiges ab. Diese Brisanz führte letztlich dazu, dass in vielen europäischen Ländern jede Einrichtung, die MR-Systeme betreibt, einen „MR-Sicherheitsexperten“ berufen muss, der als Ansprechpartner und Verantwortlicher für sicherheitsrelevante Aspekte zu fungieren hat. Dass dies bei der gegebenen Sachlage eine angebrachte Reaktion ist, muss wohl nicht extra hervorgehoben werden.

Im Rahmen der Entwicklung internationaler Standards wurde mit der 2014 verabschiedeten DIN 6878 die Forderung nach MR-Sicherheitsexperten nun auch für Deutschland erhoben. Diese Rolle kann von verschiedenen Berufsgruppen übernommen werden. MTRA, Ärzte, Physiker, Ingenieure können mit entsprechenden Zusatzqualifikationen diese Funktion innerhalb ihrer Einrichtung übernehmen. Der MR-Sicherheitsexperte ist aufgrund seines Fachwissens ein gefragter Arbeitnehmer, er kennt sich explizit mit Aufbau und Funktion einer MR-Anlage, Gefahrenquellen in der MRT, MR-kritischen Objekten und deren Wechselwirkung mit dem MR-Gerät, Implantatproblematiken und -recherche sowie Normen und Verantwortlichkeiten bezüglich der Verhaltensmaßnahmen bei möglichen Notfallsituationen aus. Damit trägt er maßgeblich zur Sicherheit der Praxis bei.

Was könnte dem Aufkeimen einer manchmal belastend wirkenden Alltagsroutine, die in langjährig eingeübten und täglich ausgeführten Arbeitsabläufen tendenziell verborgen liegt, entschiedener entgegenwirken als die Übernahme neuer Berufsaspekte, welche durch einen spezifischen Kompetenzerwerb ermöglicht wird?

Für uns, das Deutsche Institut zur Weiterbildung für Technologen/-innen und Analytiker/-innen in der Medizin (DIW-MTA e.V.), ist diese Frage klar entschieden. Weiterbildung und spezifischer Kompetenzerwerb schaffen neue Herausforderungen im Beruf, halten den Geist wach, schärfen das eigene Profil und ermöglichen vor allem die Ausrichtung neuer Kompetenz- und Berufswege.

Die oftmals belastenden Aspekte der Alltagsroutine sind mit den Wechselwirkungen eines Virus vergleichbar, mit dem Arbeitnehmer/-innen sich in einem alltäglichen Kampf befinden. Diesen Kampf können Sie durch den Einsatz adäquater Mittel, wie einer kontinuierlichen Weiterbildung, entscheidend beeinflussen und für sich gewinnbringend gestalten.

Das DIW-MTA e.V. bietet hinsichtlich der 2014 verabschiedeten Norm DIN 6878 im Rahmen der Fachqualifikation Radiotechnologie die Teilqualifizierung „MR-Sicherheitsexperte/-in“ an.

Die Weiterbildung richtet sich an MTRA, Radiologen, Medizinphysiker, Medizintechniker und Ärzte und findet vom 2. bis 4. Dezember 2016 in Mönchengladbach statt. An die dreitägige Veranstaltung schließt sich eine Klausur an, die bei erfolgreichem Abschluss zur Führung der Teilgebietsweiterbildungsbezeichnung „MR-Sicherheitsexperte/-in (DIW-MTA)“ berechtigt.

Die Anmeldung erfolgt über die Veranstaltungsplattform studip.diw-mta.de. Informationen zum Seminar erhalten Sie von den Mitarbeitern der Geschäftsstelle.

Kontakt:
DIW-MTA e.V.
Welserstraße 5–7
10777 Berlin
030 33844064

info@diw-mta.de
www.diw-mta.de

Entnommen aus MTA Dialog 9/2016