Gesundheitspolitik

Vorschläge für wissenschaftliche Bewertungen

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Patientinnen und Patienten stoßen immer wieder auf offene Fragen. IQWiG
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Auf der neuen Webseite "ThemenCheck Medizin" beim IQWiG können jetzt Bürgerinnen und Bürger jederzeit ihren Vorschlag für wissenschaftliche Bewertungen von medizinischen Untersuchungs- und Behandlungsverfahren einreichen.

Verlässliche medizinische Hilfe zu bekommen, ist in Deutschland in der Regel nicht schwer. Doch nicht alle Fragen zu medizinischen Untersuchungs- und Behandlungsverfahren sind bereits beantwortet. Auch Patientinnen und Patienten oder Angehörige stoßen immer wieder auf offene Fragen, die wissenschaftlich untersucht werden sollten.

Auf der neuen Webseite "ThemenCheck Medizin" beim Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) können jetzt Bürgerinnen und Bürger jederzeit ihren Vorschlag für wissenschaftliche Bewertungen von medizinischen Untersuchungs- und Behandlungsverfahren einreichen.

Das IQWiG sammelt diese Vorschläge und ermittelt in einem zweistufigen Auswahlverfahren pro Jahr bis zu fünf Themen zur Bearbeitung. Dabei wird sowohl die Bürger- und Patientensicht als auch die wissenschaftliche Perspektive mit einbezogen.  Das Ergebnis ist dann jeweils eine wissenschaftliche Bewertung von medizinischen Verfahren und Technologien (Health Technology Assessment, HTA), die als HTA-Bericht veröffentlicht wird.

Fragen nach Nutzen oder Schaden 

Themen von HTA-Berichten können Untersuchungsverfahren und Behandlungsmethoden sein. HTA-Berichte sollen Fragen beantworten wie etwa: Welche Vor- und Nachteile für Patientinnen und Patienten bringt ein Verfahren mit sich? Ist es besser als bisherige Verfahren? Welche Kosten sind damit verbunden? Muss man ethische oder rechtliche Aspekte beachten? Hat ein Verfahren eventuell gesellschaftliche Auswirkungen?

Das IQWiG recherchiert die wissenschaftliche Literatur zu den Fragen der Bürgerinnen und Bürger. Die Forschungsergebnisse werden durch externe Wissenschaftlerteams zusammengefasst, bewertet und mit Handlungsempfehlungen beim ThemenCheck Medizin des IQWiG veröffentlicht. Die Publikation wird durch einen Herausgeberkommentar des Instituts ergänzt.

Die HTA-Berichte gehen auch an Institutionen in Deutschland, die zum Beispiel über die Leistungen und Struktur des Gesundheitswesens entscheiden. Auf diese Weise sollen die Ergebnisse von HTA-Berichten direkte Auswirkungen auf die Versorgung von Patientinnen und Patienten haben, beispielsweise bei Behandlungsentscheidungen im Gespräch von Patient und Arzt oder auch bei Systementscheidungen von Selbstverwaltung und Politik.

Im Jahr 2016 startet beim IQWiG die erste Themenauswahl nach einer verkürzten Vorschlagsphase von rund drei Monaten. Die Arbeit an den HTA-Berichten soll dann Mitte 2017 beginnen und mit den ersten HTA-Berichten ist voraussichtlich im Jahr 2018 zu rechnen.

Quelle: Pressemitteilung IQWiG, 19.07.2016

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