Gewebeproben mit neuem System präziser entnehmen

Verbesserte Diagnostik bei Brustbiopsien

Um Läsionen der Brust, wie sie zum Beispiel bei Brustkrebs oder dessen Vorläufern auftreten, zuverlässig bestimmen zu können, werden im Bereich der diagnostischen Radiologie häufig kleinste Gewebeproben entnommen.

Prof. Meinrad Beer, Dr. Benedikt Schwab und Stefanie Lorenz

v.l.: Prof. Meinrad Beer, Dr. Benedikt Schwab und Stefanie Lorenz | Foto: Universitätsklinikum Ulm

Oftmals ist die Biopsie jedoch für die Patientin nicht sehr komfortabel. Um diesen Prozess, etwa bei Vakuumstanzbiopsien, schneller, angenehmer und genauer zu gestalten, setzt die Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikums Ulm seit dem Herbst 2018 einen Biopsietisch der neuesten Generation ein.

Präziser als auch schneller arbeiten

Das Team um Stefanie Lorenz, Assistenzärztin und Bereichsleitung Interventionelle Mammographie, sowie Dr. Benedikt Schwab, Facharzt und Bereichsleitung CT Michelsberg, hat den Biopsietisch am Ulmer Michelsberg in Betrieb genommen. Es stößt mit dem neuen System sozusagen in die dritte Dimension vor. Denn zuvor war die Diagnostik der Brustbiopsien am Universitätsklinikum Ulm auf eine 2-D-Bildgebung beschränkt. Der Ärztliche Direktor der Klinik für Interventionelle und Diagnostische Radiologie, Professor Dr. Meinrad Beer, sagt: „Wir freuen uns sehr, mit dem neuen System sowohl präziser als auch schneller arbeiten zu können. Aber vor allem, den Patientinnen die notwendige Prozedur zu erleichtern.“

Bildgebende Verfahren

Ziel dieser Serie ist es, Störstrukturen rechtzeitig zu erkennen und zu beseitigen. Zudem sollen präventive Maßnahmen zur Vermeidung von Störstrukturen erläutert werden.

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Diagnostik-Möglichkeiten weiter verbessert

Der Biopsietisch bietet zusätzlich eine höhere Bildauflösung, einen 360° Brustzugang und auch mehr Komfort für die durchführenden Ärzte/-innen. Selbst kleinste Läsionen und Kalkablagerungen können somit zuverlässig biopsiert werden, was die Diagnostik-Möglichkeiten noch weiter verbessert. Wichtigster Faktor: Die Zeit, die die Patientin auf dem Tisch verbringen muss, wird verringert. Innerhalb von Sekunden werden Bilder erzeugt, die Aufschluss über die Gewebeveränderung der Brust geben.

Quelle: Universitätsklinikum Ulm