MTA-Arbeitsumfeld 2021

Umfrage zu den MTA-Arbeitsbedingungen

Wie versprochen, wollen wir Ihnen an dieser Stelle die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage zum MTA-Arbeitsumfeld 2021 präsentieren.

Umfrage zu den MTA-Arbeitsbedingungen

© Jan Engel – Fotolia

Die Onlinebefragung fand vom 3. Mai bis zum 3. August statt. Es gab 942 vollständige Antworten. 88,5 Prozent (2018: 87,7 Prozent) der Teilnehmer/-innen sind weiblich. Der Altersdurchschnitt der Befragten ist im Vergleich zur letzten Erhebung 2018 leicht gestiegen. In einigen Altersgruppen sind die Anteile zwar nahezu identisch. Jedoch ist der Anteil der 20- bis 29-Jährigen gegenüber 2018 leicht gesunken (um 3,2 Prozentpunkte), während der Anteil der über 50-Jährigen leicht gestiegen ist (bei den 50- bis 59-Jährigen um 2,1 Prozentpunkte, bei den über 59-Jährigen um 1 Prozentpunkt). Die meisten Teilnehmer/-innen sind MTLA (55,73 Prozent), gefolgt von MTRA (39,81 Prozent) und arbeiten im Krankenhaus/Uniklinikum mit öffentlichem beziehungsweise gemeinnützigen Träger (Anteil: 51,27 Prozent) in Vollzeit (Anteil: 65,07 Prozent), was für die meisten 40 Stunden (28,34 Prozent) beziehungsweise 38,5 Stunden (34,53 Prozent) bedeutet. Privatlabore/Laborgemeinschaften kamen auf einen Anteil von 13,69 Prozent der Befragten. Die allermeisten Teilnehmer/-innen haben nach ihrer Ausbildung keine akademische Ausbildung absolviert oder dies geplant (85,24 Prozent). Die Teilzeitkräfte arbeiten zu einem großen Teil (34,55 Prozent) zwischen 30 und 32,5 Stunden. Bei den Vollzeitbeschäftigten fallen oft Überstunden an. Bei den meisten sind es 1–4 Stunden (23,16 Prozent) beziehungsweise 5–9 Stunden monatlich (Anteil: 21,86 Prozent). Auch bei den Teilzeitbeschäftigten liegen die meisten in diesem Band (5–9 Stunden: 22,63 Prozent, 1–4 Stunden: 24,45 Prozent). Bei den allermeisten befragten Beschäftigten können die Überstunden ausgeglichen werden (85,63 Prozent, 2018: 83 Prozent).

Bei den Vollzeitbeschäftigten liegt das Einkommen bei den meisten Befragten im Band zwischen 3.001 und 4.000 Euro (Anteil: 42,58 Prozent). Immerhin 22,68 Prozent kommen auf 4.001 bis 5.000 Euro. Für 69,71 Prozent ist ein Tarifvertrag Grundlage der Bezahlung, damit liegt der Anteil etwas höher als 2018 (66 Prozent). Bei der Frage nach der allgemeinen Arbeitszufriedenheit lag der Durchschnitt bei 4,31 (2018: 4,69) bei einer Skala von 1–10 (10 = sehr unzufrieden). Zu einem größeren Anteil als noch 2018 werden die Konditionen/Bezahlung inzwischen als eher motivierend angesehen (53,85 Prozent, 2018: 43,9 Prozent). Hinsichtlich der Perspektiven im Beruf gaben 57,34 Prozent an, dass dies eher beziehungsweise sehr demotivierend sei. 78,4 Prozent (77,8 Prozent) der Befragten halten die Gleichbehandlung von Frauen und Männern in Bezug auf ihre Arbeitsstelle für sehr oder eher motivierend.

Image ist ein Problem

Im Jahr 2018 und auch 2017 waren die Meinungen beim Ruf/Image der MTA in der Gesellschaft noch gespalten – einerseits gaben 49 beziehungsweise 50 Prozent diesen Aspekt als sehr oder eher motivierend an, andererseits bewerteten 51,4 beziehungsweise 51 Prozent den Ruf beziehungsweise das Image als eher oder sehr demotivierend. 2021 nun empfindet eine deutliche Mehrheit von 61,9 Prozent den Ruf/das Image als eher oder sehr demotivierend. Weiterhin eher gespalten ist die Bewertung der Vorgesetzten: 2021 halten 51,3 Prozent der Befragten (2018: 48,2 Prozent) ihre Vorgesetzten für sehr oder eher motivierend, hingegen 48,7 Prozent (51,8 Prozent) für eher demotivierend bis sehr demotivierend. Arbeitsplatzbedingungen und den Standort bewerten 66,8 Prozent (66,3 Prozent) als sehr oder eher motivierend, bei der Arbeitszeit gilt diese positive Einschätzung für 66,4 Prozent (63,1 Prozent) der Befragten.

Das Betriebsklima werten 69,2 Prozent (2018: 66,3 Prozent) der Befragten als sehr oder eher motivierend. Die Arbeitsorganisation wird mit einem Anteil von 57,2 Prozent (57,6 Prozent) durch die Mehrheit als sehr oder eher motivierend bewertet. Das Teamwork in ihrem Beruf empfinden 74,8 Prozent (74,9 Prozent) als sehr oder eher motivierend. Als eher oder sehr demotivierend schätzen 61,0 Prozent (57,1 Prozent) ihre Arbeitszufriedenheit in Bezug auf Anerkennung und Wertschätzung ein.

Bei der Frage nach der Arbeit unter Pandemiebedingungen betonten 52,34 Prozent der Teilnehmer/-innen eine Verschlechterung im Vergleich zu normalen Bedingungen. Verschlechtert haben sich nach deren Einschätzung vor allem die Arbeitsorganisation (58,62 Prozent), Anerkennung/Wertschätzung (57,61 Prozent) und Arbeitsplatz (Bedingungen/Standort, 51,32 Prozent). Bei denjenigen, die eine Verbesserung sehen (Anteil: 4,46 Prozent) haben sich das Teamwork (41,46 Prozent), die Arbeitsorganisation (39,02 Prozent) und der Arbeitsplatz (36,59 Prozent) verbessert.

Bei der Frage nach den Zusatzangeboten der Arbeitgeber überwiegen das Weihnachtsgeld (79,81 Prozent), Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten (59,74 Prozent) und finanzielle Zulagen, Renten, Versicherungen (58,91 Prozent). Bei den Weiter- und Fortbildungsangeboten nutzen 53,62 Prozent der Befragten interne Fortbildungen, auf dem zweiten Platz liegt schon die MTA Dialog (38,81 Prozent), gefolgt von der DVTA Bildungsgesellschaft (35,24 Prozent).

 

Entnommen aus MTA Dialog 10/2021