Gesundheitspolitik

Übermäßiger Alkoholkonsum an den Feiertagen

Vor allem bei Jüngeren ist die Zahl alarmierend hoch
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Übermäßiger Alkoholkonsum an den Feiertagen
Übermäßiger Alkoholkonsum an den Feiertagen vor allem bei Jüngeren alarmierend hoch yanlev, stcok.adobe.com
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An Weihnachten und Silvester steigt die Neigung zu übermäßigem Alkoholkonsum deutlich an. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA mit 2.000 Befragten.

Jeder Siebte (14%) trinkt demnach an den bevorstehenden Feiertagen „mehr Alkohol als sonst, auch gerne mal einen über den Durst“. Das gilt vor allem für Männer, mehr als jeder Sechste (18%) von ihnen gab an, in dieser Zeit übermäßig Alkohol zu trinken. Bei den Frauen sind es 11%. Besonders auffallend ist die hohe Neigung bei den Jüngeren: Von den 18- bis 29-Jährigen sagte fast jeder Vierte (24%), an diesen Tagen auch mal „über den Durst“ zu trinken. Bei insgesamt jedem Zehnten ging der Alkoholmissbrauch sogar schon so weit, dass er ihm „das Weihnachtsfest verdorben hat“.

Folgenschwerer Rausch

„Der hohe Anteil jüngerer Leute muss uns alarmieren“, betont Florian Reuther, Direktor des Verbands der Privaten Krankenversicherung (PKV), der die aktuelle Umfrage in Auftrag gegeben hat. „Jeder Rausch ist für junge Leute gesundheitlich viel folgenschwerer als für Ältere. Und in diesem Alter entscheidet sich oft, ob übermäßiger Alkoholkonsum für den Rest des Lebens zum Problem wird.“ Deshalb finanziere die Private Krankenversicherung die Präventionskampagne „Alkohol? Kenn dein Limit“ , die sich gezielt an Jugendliche richte, sagt Reuther. Mit dieser Kampagne erreiche die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzGA) die Jugendlichen in ihren Lebenswelten, beispielsweise durch Mitmachaktionen zur Suchtprävention in den Schulen.

„Solche Präventions-Programme stoßen nur dann auf Zuspruch, wenn sie ohne große Hürden zugänglich sind und sich wie selbstverständlich in den Alltag einfügen“, erläutert Reuther. „Denn Tatsache ist: Menschen tun eher etwas für ihre Gesundheit, wenn die Maßnahmen zu ihnen kommen und nicht umgekehrt.“

Quelle: PKV-Verband

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