Premium Eine hochansteckende Zoonose

Tularämie

Die Tularämie, auch Hasenpest genannt, ist eine durch Francisella tularensis hervorgerufene Zooanthroponose. Sie tritt vor allem bei frei lebenden Wildsäugern wie Hase, Wildkaninchen und Mäusen als pestähnliche Infektionskrankheit auf.

Infektiologie

Makrophage, der mit Francisella tularensis infiziert ist. | © NIAID; CC BY 2.0

Zusammenfassung
Die Tularämie ist eine seltene, auf den Menschen übertragbare Zoonose, die weltweit auf der nördlichen Erdhalbkugel  verbreitet  ist. Natürliche Wirte wie  Hasen, Wildkaninchen, Feldmäuse, Wühlmäuse und  andere  kleine  Säugetiere  sowie  verschiedene  Zecken-  und Mückenarten  können  Francisella  tularensis  durch  direkten  Kontakt beziehungsweise Insektenstiche auf den Menschen übertragen. F. tularensis ist ein hoch infektiöses Bakterium. Inhalation von nur 10 bis 50  Keimen  reicht  für  eine  Infektion  aus.  Nach  einer  Inkubationszeit von 3 bis 5 Tagen treten unspezifische grippeähnliche Symptome mit regionaler Lymphknotenschwellung und Ulcera an der Haut oder den Schleimhäuten auf. Eine frühzeitige antibiotische Behandlung z. B. mit Gentamicin,  Ciprofloxcacin  oder  Doxycylin  verringert  die  Schwere der Erkrankung und beugt Komplikationen vor. Diagnostisch  kann  der  direkte  Erregernachweis  mittels  Kultur,  PCR und  Antigen-ELISA  erbracht  werden.  Für  den  Nachweis  spezifischer F.  tularensis-Antikörper  stehen  hoch  sensitive  und  spezifische ELISA und Westernblot zur Verfügung.

 

Entnommen aus MTA Dialog 07/2015

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