Weiterer Anstieg

Tuberkulose an Schulen in Bad Schönborn

Die Gesamtzahl der infizierten Schüler und Lehrer an der Schule beläuft sich derzeit auf 109 Personen. An der Zahl der an Tuberkulose Erkrankten (derzeit insgesamt vier Personen) hat sich nichts geändert (Stand: 31.7.).

TB

Tuberkulose | Yale Rosen, CC BY-SA 2.0

In der Michael-Ende-Gemeinschaftsschule in Bad Schönborn-Mingolsheim war ein Fall von ansteckender Tuberkulose aufgetreten. Damit zusammenhängend gibt es einen weiteren Fall in der Franz-Josef-Kuhn Grundschule in Bad Schönborn-Langenbrücken, bei dem sich eine niedrigere Ansteckungsfähigkeit aktuell bestätigt hat, berichtet das Gesundheitsamt in Karlsruhe. Beide Kinder seien sofort nach Diagnoseerstellung isoliert und behandelt worden. Seither bestehe an beiden Schulen kein erhöhtes Ansteckungsrisiko. Die Erkrankten werden erst wieder zum Schulbesuch zugelassen, wenn sicher keine Ansteckungsfähigkeit mehr bestehe. Somit gebe es auch keinen Grund für eine Einschränkung des Schulbetriebs.

Umgebungsuntersuchungen

Wie immer in solchen Situationen führt das Gesundheitsamt sogenannte Umgebungsuntersuchungen durch. Dabei werden Personen, die sich angesteckt haben könnten, untersucht, beraten und gegebenenfalls vorbeugend behandelt. Zusammen mit weiteren Maßnahmen soll so eine Weiterverbreitung der Krankheit verhindert werden.

Historisches

Die Tuberkulose ist eine der ältesten und am weitesten verbreiteten Infektionskrankheiten des Menschen und ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst.

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Die Umgebungsuntersuchung von Lehrern und Schülern der betroffenen Jahrgangsstufe der Michael-Ende-Schule ergab allerdings eine hohe Zahl von Ansteckungen. Derzeit werden zwei dieser Schüler stationär behandelt, bei denen von einer Erkrankung auszugehen ist.

Ausweitung der Untersuchung

Wie schon berichtet (siehe hier), hat das Gesundheitsamt deshalb die Untersuchung auf alle Schüler der Jahrgangsstufe 5-9, das Lehrerkollegium sowie die sonstigen Beschäftigten der Schule ausgeweitet. In diese Untersuchung wurden nochmals die Schüler und Lehrer der betroffenen Jahrgangsstufe einbezogen, weil bei deren erster Untersuchung seit dem letzten Kontakt mit dem ansteckungsfähigen Schüler noch nicht die erforderlichen acht Wochen verstrichen waren. Durch die erweiterte Umgebungsuntersuchung konnten weitere Ansteckungen im schulischen Umfeld erkannt bzw. ausgeschlossen werden.

In der erweiterten Umgebungsuntersuchung der gesamten Schule haben sich über alle Klassenstufen hinweg Ansteckungen gezeigt, jedoch mit deutlichen Unterschieden. In der betroffenen Jahrgangsstufe sind 88 % der Mitschüler infiziert, in den anderen Klassenstufen im Durchschnitt 18 %.

Quelle: Gesundheitsamt Karlsruhe