Premium Hämatologie

Thrombopoese (Teil 3)

Pseudothrombozytopenie und Pseudothrombozytose
Reinhild Herwartz, Roland Fuchs
Thrombopoese (Teil 3)
PB. Papp. Satellitenbildung der Thrombozyten bei EDTA-induzierter Pseudothrombopenie © UK Aachen
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Die Thrombozytenanalytik stellt besondere Anforderungen an das Routinelabor. Zum einen müssen Thrombozytenwerte schnell zur Verfügung stehen, da sie einen Notfallparameter darstellen. Zum anderen muss Sicherheit der Bestimmung gewährleistet sein, um Behandlungsfehler oder unerwartete klinische Notfälle zu vermeiden.

Aufgrund der besonderen Eigenschaften der Thrombozyten und der Grenzen der Messmethoden bestehen jedoch eine Reihe von Fehlerquellen und Störfaktoren. Falsch niedrige Thrombozytenwerte (Pseudothrombopenien) und falsch zu hohe (Pseudonormalbefunde oder Pseudothrombozytosen) stellen ein klinisch relevantes Problem dar. Die technische Validierung der am Gerät gemessenen Thrombozytenzahl verlangt daher Sorgfalt und fundierte Kenntnisse der Methode mit ihren Grenzen sowie Wissen über die Besonderheiten und pathologischen Veränderungen der Blutzellen und Strategien zur Fehlervermeidung und deren Bewältigung.

DOI: 10.3238/MTADIALOG.2019.0594

Entnommen aus MTA Dialog 7/2019

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