Premium Hämatologie

Thrombopoese (Teil 1)

Physiologie, Morphologie
Reinhild Herwartz, Roland Fuchs
Thrombopoese (Teil 1)
Papp. Thrombopoese im Knochenmark © Uniklinik RWTH Aachen
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Die Bildung und Reifung der Thrombozyten ausgehend von der hämatopoetischen Stammzelle im Knochenmark wird Thrombozytopoese, kurz Thrombopoese, genannt [1].

Die Thrombozyten nehmen eine zentrale Rolle bei der Blutstillung und Gerinnung ein. Beim Erwachsenen finden sich physiologisch 150–300 x 103 Thrombozyten/µl [2]. Sie weisen eine mittlere Lebensdauer von 7–10 Tagen auf. Thrombozyten sind in der Lage, nach einer Gefäßverletzung über spezielle Oberflächenglykoproteine (GP) mit der Gefäßwand zu interagieren und an den vom Endothel freigesetzten Von-Willebrand-Faktor (VWF) zu binden (Adhäsion). Es kommt zur Aktivierung der Thrombozyten mit einer Gestaltänderung und Ausstülpung von Pseudopodien, die die Interaktion und Vernetzung der Plättchen bewirken (Aggregation). Diese Aggregation wird durch die Bindung an Fibrinogen verstärkt. Im weiteren Verlauf werden aus den α-Granula der aktivierten Thrombozyten gerinnungsfördernde Substanzen ins Plasma abgegeben (Freisetzungsreaktion). Durch diese Mechanismen wird der Wundverschluss durch die Blutstillung sichergestellt und die plasmatische Gerinnung in Gang gesetzt.

DOI: 10.3238/MTADIALOG.2018.0920


Entnommen aus MTA Dialog 11/2018

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