Premium Gehalt

Tarifeinigung

 

XIX. Leitungskräfte Gesundheitsberufe

Vorbemerkungen:

1.    Die Tarifvertragsparteien legen dem Aufbau der Tätigkeitsmerkmale für Abteilungs-, Gruppen- beziehungsweise Teamleitung (organisatorische Einheit) bei Gesundheitsberufen (außerhalb Pflege) folgende regelmäßige Organisationsstruktur zugrunde:

a)     Der Leitung einer kleineren organisatorischen Einheit sind in der Regel nicht mehr als neun Beschäftigte unterstellt.
b)    Der Leitung einer größeren organisatorischen Einheit sind in der Regel nicht mehr als 16 Beschäftigte unterstellt.
c)    Der Leitung einer besonders großen organisatorischen Einheit sind in der Regel mehr als 24 Beschäftigte unterstellt.

Bei der Zahl der unterstellten Beschäftigten zählen Teilzeitbeschäftigte entsprechend dem Verhältnis der mit ihnen im Arbeitsvertrag vereinbarten Arbeitszeit zur regelmäßigen Arbeitszeit einer/eines Vollzeitbeschäftigten. Für die Eingruppierung ist es unschädlich, wenn im Organisations- und Stellenplan zur Besetzung ausgewiesene Stellen nicht besetzt sind.

2.    Soweit für vergleichbare organisatorische Einheiten von den vorstehenden Bezeichnungen abweichende Bezeichnungen verwandt werden, ist dies unbeachtlich.


Entgeltgruppe 9b

Beschäftigte als Leiterinnen/Leiter einer kleineren organisatorischen Einheit


Entgeltgruppe 9c

Beschäftigte als ständige Vertreterinnen/Vertreter von Leiterinnen/Leitern der Entgeltgruppe 10 Fallgruppe


Entgeltgruppe 10

  1. Beschäftigte als Leiterinnen/Leiter einer größeren organisatorischen Einheit
  2. Beschäftigte als ständige Vertreterinnen/ Vertreter von Leiterinnen/Leitern der Entgeltgruppe 11


Entgeltgruppe 11

Beschäftigte als Leiterinnen/Leiter einer besonders großen organisatorischen Einheit.


Entgeltgruppe 12
Beschäftigte, deren Tätigkeit sich durch das Maß der damit verbundenen Verantwortung erheblich aus der Entgeltgruppe 11 heraushebt.

XXI. Lehrkräfte an staatlich anerkannten Lehranstalten für medizinische Berufe

Entgeltgruppe 9c

Lehrkräfte


Entgeltgruppe 10

Lehrkräfte mit entsprechender Zusatzqualifikation


Entgeltgruppe 11

  1. Lehrkräfte mit abgeschlossener Hochschulbildung und entsprechender Tätigkeit.
  2. Beschäftigte der EG 10 als stellvertretende Leitung oder Fachbereichsleiterinnen und Fachbereichsleiter einer Schule


Entgeltgruppe 12

  1. Beschäftigte der Entgeltgruppe 10 als Leiterinnen und Leiter einer Schule
  2. Beschäftigte der Entgeltgruppe 11 Fallgruppe 1 als stellvertretende Leitung oder Fachbereichsleiterin und Fachbereichsleiter einer Schule

Entgeltgruppe 13

  1. Lehrkräfte mit abgeschlossener wissenschaftlicher Hochschulbildung und – soweit nach dem jeweiligen Landesrecht vorgesehen – mit erfolgreich absolviertem Vorbereitungsdienst (Referendariat) mit entsprechender Tätigkeit sowie sonstige Beschäftigte, die aufgrund gleichwertiger Fähigkeiten und ihrer Erfahrungen entsprechende Tätigkeiten ausüben.
  2. Beschäftigte der Entgeltgruppe 11 Fallgruppe 1 als Leiterinnen und Leiter einer Schule.


Entgeltgruppe 14

Beschäftigte der Entgeltgruppe 13 Fallgruppe 1 als stellvertretende Leitung oder Fachbereichsleiterin und Fachbereichsleiter einer Schule.


Entgeltgruppe 15

Beschäftigte der Entgeltgruppe 13 Fallgruppe 1 als Leiterinnen und Leiter einer Schule.


Quellen:

  1. gesundheit-soziales.verdi.de/++file++5724f0e3890e9b0c53001 dbf/download/EGO%20kommunal%202017%20medium.pdf
  2. tarifrunde.vka.de/fileadmin/user_upload/Einigungspapier. pdf?_=1462181575
  3. www.komba.de/aktuelles-komba-bund0/aktuelles-komba-bund/artikel-komba-bund/article/ergebnis-einkommensrunde-2016.html


Die Eingruppierung richtet sich nach den alten BAT-Regeln, die nun in §§ 12, 13 TVöD VKA geregelt sind. Die Einigung sieht im Weiteren Gehaltssteigerungen von 2,4 Prozent ab 1. März 2016 sowie weitere 2,35 Prozent ab dem 1. Februar 2017 vor. Die Laufzeit beträgt 24 Monate.

Für die bei der VBL versicherten Beschäftigten soll die Regelung des TV-L mit einer paritätischen Aufteilung der Kosten gelten. Auch für die Zusatzversorgung bei Zusatzversorgungskassen mit zusätzlichem Finanzierungsbedarf werden die Kosten paritätisch zwischen Arbeitgeber und Versicherer aufgeteilt. Die Jahressonderzahlung gemäß § 20 Absatz 2 Satz 1 TVöD wird für die Jahre 2016, 2017 und 2018 auf dem materiellen Niveau des Jahres 2015 eingefroren. Nach dem Jahr 2018 wirksam werdende allgemeine Entgelterhöhungen finden auch auf die Jahressonderzahlung gemäß § 20 Absatz 2 Satz 1 TVöD Anwendung. Darüber hinaus wird die Jahressonderzahlung ab dem 1. Januar 2017 um vier Prozentpunkte gemindert. Grundlage der Dynamisierung der Jahressonderzahlung ab 2019 ist die eingefrorene Jahressonderzahlung 2015 abzüglich vier Prozentpunkte.

Kanzlei HMR
E. Müller-Rawlins, Rechtsanwältin

Entnommen aus MTA Dialog 06/2016

 

 

Bitte beachten!

Die neue Entgeltordnung gilt unmittelbar für die ab dem 1. Januar 2017 stattfindenden Eingruppierungsvorgänge (Neueinstellungen). Für bereits vor dem 1. Januar 2017 Beschäftigte gilt: Mit der Überleitung in die neue Entgeltordnung (1. Januar 2017) ist kein neuer Eingruppierungsvorgang verbunden. Die Überleitung erfolgt daher unter Beibehaltung der bisherigen Entgeltgruppe für die Dauer der unveränderten Ausübung der Tätigkeit. Ergibt sich jedoch nach der neuen Entgeltordnung für Sie eine höhere Entgeltgruppe, ist die Höhergruppierung von Ihnen bis zum 31. Dezember 2017 zu beantragen (Ausschlussfrist).

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