Online-Angebot

Studienplattform für Allergiepatienten

Der Allergieinformationsdienst am Helmholtz Zentrum München baut die bundesweit erste Plattform für klinische Studien zu Allergien auf.

Allergien

Allergieinformationsdienst mit neuer Studienplattform (Ausschnitt) | HZM

Ziel der Plattform ist es, für Patienten ein unabhängiges, transparentes Forum zu schaffen, auf dem sie sich über Möglichkeiten informieren können, an Studien zu ihrem allergischen Krankheitsbild teilzunehmen. Im Fokus stehen zu Beginn insbesondere Studien zu häufigen allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen, allergisches Asthma oder Neurodermitis.

Zwischen 20 und 30 Millionen Menschen in Deutschland leiden an mindestens einer Allergie. Viele von ihnen müssen deutliche Einschränkungen ihrer Lebensqualität hinnehmen. Dem gegenüber stehen vergleichsweise wenige neue Behandlungsansätze. Umso wichtiger sind Erfolge in der klinischen Forschung.

Allergien

Am 13. April wird mit dem Allergieinformationsdienst ein onlinebasiertes Informationsportal rund um das Thema Allergien freigeschaltet.

weiterlesen

Der Allergieinformationsdienst des Helmholtz Zentrums München, der vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert wird, baut nun sein Online-Angebot aus und richtet eine Studienplattform als Orientierung für Patienten, Mediziner und Forschende ein. Dort finden sich für jede Studie neben Angaben zum Krankheitsbild, zu Aufnahmekriterien und Untersuchungsrahmen auch Informationen über Finanzierungsquellen und Ansprechpartner in den teilnehmenden Studienzentren. Außerdem gibt es umfangreiche Hinweise zur Organisation von Studien und zu den Rechten der Patienten.

Überblick über aktuelle Studien zu allergischen Krankheitsbildern

„Die Studienplattform ist ein weiteres Angebot, mit dem wir Patienten direkt aus der Forschung unterstützen wollen“, betont Prof. Günther Wess, CEO des Helmholtz Zentrums München. „Sie erhalten damit die Möglichkeit, sich schnell einen Überblick über aktuelle Studien zu allergischen Krankheitsbildern zu verschaffen.“ Doch könne dies nur ein Anfang sein. „Generell muss die Allergieforschung in Deutschland einen deutlich höheren Stellenwert erhalten“, erklärt Wess.

Eine Steuerungsgruppe aus fünf führenden Allergologinnen und Allergologen deutscher Universitäten und Forschungseinrichtungen begutachtet jede Studie, ehe sie auf der Plattform veröffentlicht wird. „So stellen wir sicher, dass nur Informationen zu seriösen wissenschaftlichen Studien die Patienten erreichen“, erläutert Prof. Dr. Thomas Werfel, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAKI) und Mitglied der Steuerungsgruppe im wissenschaftlichen Beirat des Allergieinformationsdienstes. „Die DGAKI unterstützt dieses neue Angebot ausdrücklich.“

 

Weitere Informationen

Link zur Studienplattform des Allergieinformationsdienstes:
https://www.allergieinformationsdienst.de/forschung/studienplattform-allergie.html

Link zur Studienplattform des Diabestesinformationsdienstes:
https://www.diabetesinformationsdienst-muenchen.de/studien/index.html

Link zur Studienplattform des Lungeninformationsdienstes:
https://www.lungeninformationsdienst.de/klinische-studien/index.html



Quelle: HZM, 5.6.2018