Lette Verein Berlin

Seit 150 Jahren „eine Idee für‘s Leben“

Der Lette Verein Berlin feiert in diesem Jahr sein 150. Jubiläum. 1866 vom Sozialpolitiker Wilhelm Adolf Lette zur „Förderung der Erwerbfähigkeit des weiblichen Geschlechts“ mit 300 Förderern gegründet, ist der Lette Verein heute eine weltweit einzigartige Berufsausbildungsstätte.

MTA-Ausbildung beim Lette Verein Berlin

MTA-Ausbildung beim Lette Verein Berlin | Lette Verein

Hier treffen die Ausbildungen der Analytiker und Technologen in der Medizin auf Ausbildungen in Design, Technik sowie Ernährung und Versorgung. Für die Berufe der MTA wurde im Lette Verein der Grundstein durch Marie Kundt, Leiterin der photographischen Lehranstalt, 1895 mit der Implementierung des Berufsbildes der Röntgenschwester gelegt. So wurden bereits 1896 im Eppendorfer Krankenhaus in Hamburg die ersten zwei Lette-Absolventinnen als Photographische Schwestern mit allen Rechten einer angestellten Krankenschwester ohne die Pflicht der Krankenpflege angestellt. Die Weiterentwicklung der Ausbildung in der photographischen Lehranstalt zur Medizinisch-technischen Assistentin für Röntgen- und Laboratoriumstätigkeit erfolgte 1902. Sie wurde durch die Ergänzung der Ausbildung um die Fächer Bakteriologie, Serologie, Histologie und Klinische Chemie möglich.

Seit dieser Zeit hat sich der Lette Verein immer wieder durch Innovation und Anpassung an bestehende Veränderungen des Berufsbildes als moderne Bildungsstätte bundesweit etabliert. Drei Faktoren machen die Ausbildung im Lette Verein so erfolgreich:

  1. engagierte Lehrkräfte, die auf die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler eingehen
  2. motivierte Schülerinnen und Schüler
  3. intensive Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern der praktischen Ausbildung in Berlin und Brandenburg.

In der Rede zum Festakt anlässlich des 150. Jubiläums des Lette Vereins am 23.09.2016 unterstrich der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, die Wichtigkeit der beruflichen Ausbildung der MTA-Berufe für den Arbeitsmarkt. Im Rahmen dieser Festveranstaltung übergab Christiane Maschek im Namen des DVTA den MTA-Schulen des Lette Vereins eine Spende und dankte für die gute Zusammenarbeit.

Das sagen die Schüler in Jahr 2016 – 150 Jahre nach Entstehung des Lette Vereins - über die MTA-Ausbildung an diesem Ort:

Mandy Loth, 23: „Ich habe bereits eine Ausbildung als biologisch-technische Assistentin 2013 erfolgreich abgeschlossen. Dann habe ich in dem Beruf gearbeitet und gemerkt, dass ich in der Medizin-Forschung arbeiten möchte. Ich fand die Krebsforschung immer ganz interessant. Als BTA hatte ich allerdings keine Chance, da rein zu kommen. Mit meiner jetzigen Ausbildung kann ich das besser erreichen. Gefunden habe ich den Lette Verein ganz einfach über’s Internet. Mir gefällt hier, dass ich lerne, wie viele verschiedene Wege es gibt, Probleme zu lösen.“

Johanna Eisentraut, 20: „Was ich sehr schön finde, ist das Klima. Nicht von oben herab, wie früher manchmal in der Schule. Die Lehrkräfte gehen auf unsere Probleme ein. Der Lette Verein bietet so viel Unterschiedliches an. Die MTA-Ausbildung ist so vielfältig und überraschend wie ein Chamäleon. Ich habe hier Freunde gefunden und eine Idee für mein Leben bekommen.“

Laurence Fronzeck, 21: „Die Ausbildung ist ein solides Fundament, auf welchem sich super bauen lässt. Man lernt hier, wie man Aufgaben des Berufes gut löst und wird ermutigt, kreativ zu werden. Ich bin durch meinem militärischen Grundberuf und die Kollegen im Bundeswehrkrankenhaus auf diesen Beruf aufmerksam geworden. Besonders interessant ist der Strahlentherapieunterricht, hier benutzen wir die Simulationsoberfläche eines Linearbeschleunigers. Der Besuch des Röntgenkongresses, auf dem man sich mit anderen austauscht und man die Technologien von morgen sieht, ist eine nachhaltige Abwechslung.“

Joseph Cantzler, 24: „Ich empfinde die Ausbildung hier als persönliche Bereicherung. Sie fordert mich in genau richtigem Maß und liefert mir das, was ich später für meinen Beruf benötige. Ich hatte schon in Halle zwei Jahre Pharmazie studiert. Das war nicht das Wahre für mich. Ich wollte aber in der medizinischen Richtung bleiben. So bin ich der Empfehlung einer Freundin gefolgt und jetzt zum Glück hier. Das Entscheidende ist für mich hier ist die Berufsbezogenheit und die intensive praktische Ausbildung. Außerdem kann man hier in der MTL-Ausbildung noch die Zusatzqualifikation zur ‚Fachkraft für Molekularbiologie und klinische Forschung‘ in Kooperation mit dem Campus Berlin Buch absolvieren. Die ist hier mit im Angebot. Woanders müsste man dafür viel mehr Geld bezahlen. Das erste Mal einen weißen Kittel anziehen. Das war ein tolles Gefühl.“

Der nächste Infotag im Lette Verein Berlin findet am Freitag, dem 10. März 2017 von 12-18 Uhr statt. Weitere Informationen unter: www.letteverein.berlin oder 030-21994-111, sekretariat@lette-verein.de (Lette Verein)