Infektionsgeschehen spiegelt sich wider

SARS-CoV-2-PCR-Tests: Positivrate steigt weiter

Laut ALM e.V. ist auch in der vergangenen Woche die Zahl der positiven Befunde der SARS-CoV-2-PCR-Tests wieder gestiegen – von 64.956 (KW 34) auf 75.930 Tests. Die Positivrate erreicht nun 9,1 Prozent (Vorwoche: 8,6 Prozent).

SARS-CoV-2-PCR-Tests

Zahl der positiven SARS-CoV-2-PCR-Tests steigt | artegorov3_at_gmail, stock.adobe.com

Insgesamt wurden in der vergangenen Woche 833.546 SARS-CoV-2-PCR-Tests bei den 179 an der Datenanalyse teilnehmenden Labore angefordert (KW 34: 756.367). Das sind 10 Prozent mehr als in der KW 34, berichten die Akkreditierten Labore in der Medizin – ALM e.V. Die Auslastung der Labore liege aktuell bei 42 %. Zwar seien die Ferien in vielen Bundesländern bereits beendet – doch die verstärkten Reiseaktivitäten wirkten nach: Die Inzidenz steige weiterhin stetig. Davon betroffen seien auch immer mehr Kinder und junge Menschen, die keinen Impfschutz aufweisen. „Gerade in dieser Phase ist es wichtig, dass vor allem Kinder und geimpfte Personen mit Symptomen in erster Linie mittels PCR getestet werden“, sagte Prof. Jan Kramer. Auch die Wiederaufnahme des Schulunterrichts führe dazu, dass hier Infektionen eine zunehmend signifikante Rolle spielen. „Kinder, Geschwisterkinder sowie die Eltern sollten sich deshalb auch bei nur leichten Symptomen am besten über den eigenen Hausarzt mittels PCR testen lassen“, so der stellvertretende Vorsitzende des ALM e.V.

Coronavirus-Testverordnung – TestV

Darüber hinaus werde das präventive Testen insbesondere von vulnerablen Gruppen, zu denen auch Kinder bis zum 12. Lebensjahr gehörten, immer wichtiger. Darauf nehme auch der aktuelle Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit zur Verordnung zum Anspruch auf Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2(Coronavirus-Testverordnung – TestV) Rücksicht. Das umfassende kostenlose Angebot der Bürgertestung, auf das jede Person bisher zugreifen konnte, wird hier auf besonders vulnerable Personen beschränkt, die dem Coronavirus aufgrund der fehlenden Möglichkeit, einen vollständigen Impfschutz zu erlangen, besonders ausgesetzt sind.

Kinder unter 12 Jahren testen

„Es ist und bleibt weiterhin wichtig, dass Kinder unter 12 Jahren, die ja keine Möglichkeit haben, einen Impfschutz zu erlangen, jederzeit und umfassend getestet werden können“, betonte Evangelos Kotsopoulos. Insbesondere die so genannten Lolli-PCR-Tests, die bereits in einigen Bundesländern systematisch genutzt werden, böten hier eine effektive und effiziente Möglichkeit, so der ALM-Vorstand.

Quelle: ALM e.V.