Digital und innovativ

RöKo mit interessanten Schwerpunktthemen

98. Deutscher Röntgenkongress in Leipzig rückt Onkologische Bildgebung, Interventionelle Radiologie, Neue Techniken und Big Data in den Fokus.

RöKo 2017

RöKo 2017 | DRG

Die Deutsche Röntgengesellschaft (DRG) und die Österreichische Röntgengesellschaft (ÖRG) laden Spezialistinnen und Spezialisten aller radiologischen Disziplinen sowie MTRA und Medizinstudierende zum 98. Deutschen Röntgenkongress, 8. Gemeinsamen Kongress der DRG und ÖRG ein. Unter dem Motto „Alles im Blick“ ist die größte deutschsprachige Fachtagung für medizinische Bildgebung vom 24. bis 27. Mai 2017 im Congress Center Leipzig zu Gast. DRG und ÖRG erwarten insgesamt 7.000 Teilnehmer. Rund 120 Aussteller präsentieren ihre neuesten Produkte und medizintechnischen Geräte auf der begleitenden Industrie-Ausstellung in Halle 2 der Messe Leipzig.

Alles im Blick

Der 98. Deutsche Röntgenkongress (RöKo) rückt in diesem Jahr Themen in den Mittelpunkt, die Komplexität mit einer hohen Veränderungsdynamik und innovativem Potenzial verbinden. Onkologische Bildgebung, Interventionelle Onkologie, Neue Techniken und Big Data stehen dabei auch für den Anspruch der Radiologie, im Interesse des Patienten immer wieder die Grenzen des Möglichen zu hinterfragen. „Wir wollen einen Überblick über die aktuellen Verfahren der onkologischen Bildgebung geben und dabei die Bedeutung der krankheitsspezifischen Daten für eine optimale Therapie hervorheben. Das verbindende Element ist hierbei der Patient, der bei allen Themen und Fragestellungen im Mittelpunkt steht“, erläutert Prof. Dr. Rummeny, Kongresspräsident der DRG. Das Motto „Alles im Blick“ unterstreicht dabei die Rolle, die Radiologen in Diagnostik und Therapie einnehmen. Der österreichische Kongresspräsident Prof. Dr. Jaschke meint: „Als Querschnittsfach ist die Radiologie an vielen klinischen Entscheidungen beteiligt und hat somit einen umfassenden Einblick in das Krankheitsgeschehen eines Patienten. Unser ‚Überblick‘ ist immer dann von Vorteil, wenn fachübergreifende Aspekte für Therapieentscheidungen von Bedeutung sind.“

Programm-Highlights

Zu den diesjährigen Höhepunkten zählt der Highlight-Vortrag von Prof. Dr. Otmar D. Wiestler im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung am 25. Mai (11:00-12:30 Uhr). Der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft referiert über Aufgaben und Aufbau der Krebszentren in Deutschland. Für die Röntgen-Vorlesung am 26. Mai (11:00-12:30 Uhr) konnte mit Hedvig Hricak, MD, PhD, eine der weltweit renommiertesten Expertinnen in MRT-Prostata und gynäkologischen Krebserkrankungen gewonnen werden. In ihrem Vortrag „Oncologic imaging: paving the way to precision oncology?“ gewährt sie einen spannenden Einblick in die Zukunft der Onkologischen Bildgebung.

Digitale Formate und interaktive Tools wie beispielsweise RSNA Diagnosis LiveTM oder die Lehr- und Lernplattform der DRG mit ihren Online-Fallsammlungen sind ebenso Teil eines abwechslungsreichen Programms wie auch die Reihe „RöKo International“, die bereits zum dritten Mal ein englischsprachiges Programm mit prominenter internationaler Besetzung präsentiert.

Angebote für MTRA

Das breite Themenspektrum des diesjährigen RöKo findet sich auch im Programm für MTRA wieder. Am Universitätsklinikum Leipzig und dem Klinikum St. Georg Leipzig finden zudem an allen Kongresstagen praxisorientierte Klinikseminare statt. Von Mittwoch bis Freitag können die Teilnehmer aus 17 verschiedenen Seminaren wählen. Auch hier empfiehlt sich eine frühzeitige Anmeldung.

Das MTRA-Programm orientiert sich an den Schwerpunktthemen des Kongresses: Onkologische Bildgebung, Interventionelle Onkologie, Neue Techniken sowie Big Data. „Gleich zu Beginn wird es eine Highlightsitzung geben.“ erläutert VMTB-Vorstandsmitglied Martin Küper das Programm. „ Es geht um „Big Data“, ein Thema, das für viele Kolleginnen und Kollegen wahrscheinlich eher eine abstrakte Dimension besitzt. Inwieweit Big Data bereits Einzug in die Radiologie gehalten hat und welche Auswirkungen dies im klinischen Alltag für uns hat, bringt Prof. Henzler aus Mannheim näher. Das Thema wird komplettiert durch  Ausführungen von Dr. Walz aus Frankfurt über die Möglichkeiten der Datenanalyse in der Bildgebung mit besonderem Augenmerk auf die Dosisanalyse in der Computertomographie.“