Premium Schwerpunktthema

Rheumatoide Arthritis

Die Rheumatoide Arthritis ist mit einer Prävalenz von 1,26 % [1] die häufigste chronisch entzündliche Autoimmunerkrankung. Der Altersgipfel liegt um das 50. Lebensjahr, Frauen sind etwa dreimal häufiger betroffen. Trotz unklarer Ätiologie werden erbliche Faktoren wie das HLA-Gen (engl. human leukocyte antigen) sowie Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht und Infektionen diskutiert und ein Zusammenspiel aller Faktoren als Ursache dieser Autoimmunerkrankung angesehen.

Rheumatoide Arthritis

Rheumatoide Arthritis der Hand | © Laboratoires Servier – Smart Servier website: Servier Medical Art by Servier, https://creativecommons.org/licenses/by/3.0/, Bild gedreht

Zusammenfassung

Die Rheumatoide Arthritis ist eine chronisch entzündliche systemische Autoimmunerkrankung unklarer Ätiologie. Ein Ungleichgewicht zugunsten proinflammatorischer Zytokine führt zu Entzündungs- und Destruktionsvorgängen wie den typisch geschwollenen und schmerzenden deformierten Gelenken in den Fingern und Händen. In einem schubweisen Verlauf können die Haut, größere Gelenke und innere Organe ebenfalls befallen werden. Da sich mit rechtzeitig begonnener und konsequenter Therapie oft Komplikationen verhindern lassen, ist eine frühzeitige Diagnose mittels klinischer, serologischer und radiologischer Untersuchung für den Verlauf entscheidend. Neben erfolgreichen Therapieansätzen mit unter anderem der Radiosynoviorthese schaffen neue Therapiemöglichkeiten mit sogenannten Januskinase-Hemmern wieder Hoffnung. Diese setzen intrazellulär am JAK-STAT-Signalweg an und hemmen die für die Immunantwort relevante Zellaktivität.

Schlüsselwörter: Rheumatoide Arthritis, Zytokine, Radiosynoviorthese, Januskinase-Hemmer, JAK-STAT-Signalweg

Abstract

Rheumatoid arthritis is a chronic, inflammatory systemic autoimmune disease of unknown etiology. The inflammation and destructive processes are thereby caused by an imbalance in favor of proinflammatory cytokines and activation of T-cells. The immune system attacks the body’s own tissue. Typically, swollen and painful, deformed joints are particularly evident in the fingers and hands. In its intermittent course, rheumatoid arthritis can also affect internal organs. Rheumatoid arthritis is diagnosed using clinical, serological and radiological methods. Complications can often be prevented by timed and consistent therapy. In addition to therapeutic approaches, such as radiosynoviorthesis, new therapeutic options with so-called janus kinase inhibitors provide new promising strategies. These janus kinase inhibitors act intracellularly on the JAK-STAT signaling pathway and inhibit the cell activity relevant for the immune response.

Keywords: rheumatoid arthritis, cytokines, radiosynoviortheses, janus kinase inhibitors, JAK-STAT signaling pathway

DOI: 10.3238/MTADIALOG.2021.0352

 

Entnommen aus MTA Dialog 5/2021

Bitte geben Sie Ihre Logindaten ein

Die Vollansicht des Artikels ist nur für registrierte Nutzer möglich. Bitte loggen Sie sich daher mit Ihren Zugangsdaten ein:

Log-in
Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und Ihr Passwort ein, um sich einzuloggen.


Sollten Sie Ihr persönliches Passwort einmal vergessen haben, können Sie sich hier jederzeit ein neues Passwort vergeben.

Noch nicht registriert? Zur Registrierung für Mitglieder und Abonnenten