NachwuchsFortbildung DIW

Radiological Technologies

DIW-MTA
Titelbild zum Beitrag über Weiterbildungsangebote des DIW-MTA
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Der berufsbegleitende Masterstudienlehrgang in „Radiological Technologies“ startet im September 2022 am DIW-MTA in Lüdenscheid – zum letzten Mal ohne Bachelorabschluss.

Die akademischen Weiterbildungsmöglichkeiten für die medizinisch-technischen Berufsgruppen haben in den letzten Jahren im deutschsprachigen Raum zugenommen, um den Berufsangehörigen adäquate Weiterbildungsmöglichkeiten in einer sich rasant ändernden Arbeitswelt zu offerieren. Nicht nur die technischen, sondern auch die sozialen Begebenheiten ändern sich permanent und fordern von Mitarbeiter/-innen neue Kompetenzen. Neben dem Bedeutungsgewinn von evidenzbasiertem Wissen, stehen auch Management- und Führungskompetenzen sowie Qualitätssicherung und -management zunehmend im Fokus der akademischen Weiterbildungen für die medizinisch-technischen Berufsgruppen.

Bisher gab es für MTRA nur eingeschränkte Möglichkeiten, sich fachspezifisch akademisch weiterzubilden. Die fh gesundheit in Innsbruck (Österreich) und das DIW-MTA in Berlin bieten nun in Kooperation seit September 2021 und im September 2022 (letztmals ohne Bachelorabschluss) für MTRA die Möglichkeit, berufsbegleitend einen fünfsemestrigen Masterlehrgang in „Radiological Technologies“ mit einem international anerkannten Abschluss „Master of Science in Radiological Technologies (MSc)“ mit 120 ECTS-Credits zu absolvieren. Studienort ist Lüdenscheid, wobei sich der Masterlehrgang durch einen hohen Onlineanteil auszeichnet. Die Teilnahme an dem Masterlehrgang ist in diesem Jahr letztmals ohne Bachelorabschluss möglich!

 

Anmeldung sofort möglich

Die Anmeldung für den berufsbegleitenden Masterstudiengang „Radiological Technologies“ ist ab sofort möglich!
Für weitere Informationen oder zur Beratung wenden Sie sich an
Studien-Service-Center der fh gesundheit:
Helene Koller, helene.koller@fhg-tirol.ac.at
Lehrgangsleitung am Studienstandort Lüdenscheid (NRW):
 Dipl.-Med.-Päd. Tina Hartmann, tina.hartmann@fhg-tirol.ac.at

Sollten Sie noch nicht über die Zugangsvoraussetzungen verfügen, so melden Sie sich bitte für die Masterzulassungsprogramme M300 oder M112 auf unserer Kommunikationsplattform Stud.IP (studip.diw-mta.de/) an. Bei weiteren Fragen steht Ihnen die Geschäftsstelle des DIW zur Verfügung.

Erwerb von Fach- und Führungskompetenz

Im Masterstudienlehrgang eignen Sie sich jene Fähigkeiten an, die Sie auf Spezialaufgaben in der Radiologischen Diagnostik, Strahlenschutz, Dosimetrie und Qualitätssicherung und -management vorbereiten. Neben diesen fachlichen Fähigkeiten stehen des Weiteren insbesondere der Erwerb von Führungs- und Managementkompetenzen während des Masterlehrgangs im Fokus, der die Absolventinnen und Absolventen dazu qualifiziert, Führungs- und Leitungsaufgaben in radiologischen Instituten, in Gesundheitseinrichtungen – zum Beispiel in Krankenhäusern, Praxen oder medizinischen Versorgungszentren – zu übernehmen. Auch in der Forschung sowie in der Aus- und Weiterbildung werden akademisch weitergebildete „Radiological Technologists“ sehr geschätzt.

Wir haben mit Studierenden des zweiten Semesters gesprochen, die den berufsbegleitenden Masterstudiengang „Radiological Technologies“ in Lüdenscheid besuchen. Sarah Weise-Pötschke, Alexandra Schmiedners, Christopher Kutzfeld, Richard Nürnberger, Svenja Kraft und Stefan Boy standen uns Rede und Antwort.

Sie studieren im berufsbegleitenden Masterstudiengang „Radiological Technologies“ in Lüdenscheid. Warum haben Sie sich für eine akademische (Weiter-)Qualifizierung entschieden?

Weise-Pötschke: Nach der Ausbildung „ausgelernt“ zu sein – das konnte ich mir nicht vorstellen. Mein Ziel war es schon immer zu studieren. Ich habe mich aber zunächst für eine (praktische) Ausbildung im medizinischen Bereich entschieden. Grundsätzlich bin ich mit dem Berufsfeld der MTRA sehr zufrieden und empfinde es als interessant, weshalb ich nicht etwas gänzlich Fachfremdes studieren wollte. Also schaute ich, welche Möglichkeiten sich bieten und da kam der Masterlehrgang „Radiological Technologies“ genau richtig. Ich bin der Meinung, (mehr) Wissen schadet nie. Deshalb bin ich hier.

Kutzfeld: Zunächst, um mehr Möglichkeiten in meiner beruflichen Weiterentwicklung zu haben. Doch mittlerweile merke ich, wie ich dadurch auch meinen beruflichen Horizont erweitern kann.

Kraft: Ich möchte meinen Beruf der MTRA weiter in der Berufswelt nach vorne bringen und anderen zeigen, dass jeder es schaffen kann, einen Studiengang neben einem Vollzeitjob zu meistern. Zudem möchte ich mein erlerntes Wissen weiter ausbauen und mir alle Möglichkeiten für die Zukunft offenhalten.

Welche (inhaltlichen) Erwartungen haben Sie an den Masterstudiengang? Können Sie schon einschätzen, ob beziehungsweise inwieweit diese erfüllt werden?

Boy: Ich erwarte, dass ich zu den beruflich relevanten Tätigkeitsbereichen und Tätigkeiten mehr Hintergrundwissen erhalte. Mit diesem Wissen möchte ich in die Lage versetzt werden, zu verstehen, warum Dinge sich so verhalten, wie sie es tun. Eine erste, vorsichtige Einschätzung: Ja, ich habe schon ein wenig Hintergrundwissen bekommen.

Kraft: Meine Erwartungen sind einfach, dass ich zu meinem bisherigen Wissen noch mehr fachliches Wissen erlangen möchte. Klar erwirbt man dies auch in der MTRA-Ausbildung. Jedoch kann ich jetzt schon sagen: Der Studiengang ist etwas ganz anderes. Es geht alles viel tiefer in die Materie und man hat sogar an „uninteressanten“ Fächern von damals plötzlich Spaß und freut sich sogar auf die nächste Vorlesung.

Schmiedners: Fachlich erwarte ich vom Studiengang vor allem eine Vertiefung in den technischen und physikalischen Bereichen in allen drei Fachrichtungen des MTR-Berufes. Neben einer detaillierteren Gerätetechnik betrifft dies sowohl die dosimetrischen und strahlenphysikalischen Aspekte als auch Qualitätskontrollen und Konstanzprüfungen, die man in der Routine als MTR normalerweise nicht durchführt. Ich erhoffe mir einen „Blick hinter die Kulissen“, der sonst den MPEs und den Technikern vorbehalten ist. Es ist spannend zu sehen, wie komplex die Radiologietechnologie über die Anwendungen hinaus ist und was heutzutage überhaupt möglich ist. Und bisher wurde ich nicht enttäuscht – das Gegenteil ist der Fall. Der Studiengang bereitet auf alle Tätigkeitsfelder vor, egal ob es sich dabei um Leitungspositionen, IT-Tätigkeiten oder die Medizinphysik handelt.

Nürnberger: Vor allem möchte ich mich hier weiterbilden und Eindrücke aus anderen Bereichen bekommen, was definitiv gelungen ist. Ich habe das Gefühl, im ersten Semester konnte ich mir einen super Überblick verschaffen, wobei es bald noch etwas spezieller wird. Dazu kommt, dass ich die Möglichkeit habe, mich im Praxisprojekt auf die Themen zu fokussieren, die mich am meisten interessieren.

Welche Studieninhalte haben Ihnen bisher am besten gefallen?

Kutzfeld: Die kommunikativen Inhalte, die bisher am meisten Zeit eingenommen haben. Diese haben nicht nur beruflich viele neue Potenziale geweckt, sondern finden auch privat immer mehr Anwendung.

Boy: Am besten? Schwer zu sagen; vieles war gut. Sehr begeistert war ich von den Messversuchen am Linearbeschleuniger und in der Radiologie. Aber auch das Verhaltenstraining für Führungskräfte hat einige neue Erkenntnisse gebracht, die ich nicht missen möchte.

Schmiedners: Bei den Studieninhalten finde ich bisher alles interessant und spannend. Das Beste am Studium ist für mich aber nicht der Inhalt, sondern der fachliche Austausch unter gleichgesinnten, wissbegierigen MTRs, die alle etwas dazulernen wollen. Es ist bei uns völlig normal, dass die Studieninhalte in den Pausen oder nach den Vorlesungen noch weiter diskutiert werden. Radiologie-Nerds unter sich halt.

Nürnberger: Alle Module hatten ihre eigenen interessanten Bereiche. Am besten gefällt mir, dass man unter den einzelnen Bereichen immer Überschneidungspunkte findet, die man oft auch direkt in der Praxis anwenden kann. Vor allem im kommenden Semester werden wir Module wie angewandte Bildnachbearbeitung oder Sonografie lernen, worauf ich mich sehr freue.

Wie bringen Sie Studium, Berufs- und Privatleben unter einen Hut? Wie viel Zeit müssen Sie für das Studium pro Woche investieren?

Weise-Pötschke: Die zeitliche Organisation ist tatsächlich bisher die größte Hürde des Studiums. Mit einer Vollzeitstelle in einer Radiologie inklusive Bereitschaftsdiensten das Studium nebenbei zu meistern, ist wirklich nicht leicht und sollte nicht unterschätzt werden. Vor allem, wenn man Familie, Freunde und Hobbys nicht ausschließen möchte (und auch nicht sollte!). Zeitweise fällt mal mehr fürs Studium an, teilweise ist es entspannter. Wie viel Zeit wöchentlich ich nebenbei investiere, kann ich pauschal nicht sagen. Je nachdem, ob Vorlesungen anstehen, mir das jeweilige Modul leichtfällt oder noch „Nachbearbeitung“ bedarf oder Klausuren anstehen.

Boy: Die Belastung ist schon nicht unerheblich. Möglich wird dies nur durch meinen sehr kulanten Chef und meine sehr tolerante Familie. Der Zeitaufwand ist stark abhängig von den verschiedenen Phasen. In den Onlinewochen sind es, mit Vor- und Nachbereitung, circa 30 Stunden. Die Präsenzseminare nehmen (inklusive Fahrzeiten, Vor- und Nachbereitung) circa 40 Stunden ein. Ansonsten entfällt auf Lernen und Recherche sowie Prüfungsvorbereitung circa 5–10 Stunden/Woche. Das bedeutet eine Belastung von circa 80 Stunden pro Monat.

Kraft: Am Anfang war es schon eine große Umstellung, alles unter einen Hut zu bekommen: 38,5-Stunden-Woche, Schicht-, Ruf- und Wochenenddienste und dann noch, die Uni besuchen sowie Aufgaben außerhalb der Vorlesungen erarbeiten und lernen? Wie sollte das klappen? Aber es geht alles! Dadurch, dass man von der fhg Tirol frühzeitig die Termine des gesamten Studiums beziehungsweise zum Semesterbeginn noch einmal fürs Semester selbst ausgehändigt bekommt, kann man schon alles rechtzeitig mit seinem Arbeitgeber und den privaten Terminen planen und abstimmen. Eine große Erleichterung ist, dass mein Arbeitgeber mich in dieser Hinsicht unterstützt und ich mir da keine Sorgen machen muss.

Nürnberger: Ich arbeite 30 Stunden/Woche neben dem Studium und es ist schon ein großer Aufwand. Das Interesse am Fachgebiet und meine Mitstudierenden machen das aber wett. Durch Nachtdienste und gute Planung lässt sich dann auch der ein oder andere Tag freischaufeln.

Was erhoffen Sie sich von einer akademischen Weiterbildung?

Weise-Pötschke: Zusammengefasst: Tiefer greifende Kenntnisse, die mir verhelfen, Hintergründe meiner jetzigen Arbeit als MTRA besser zu verstehen und natürlich auch Erhöhung meiner Chancen auf dem Arbeitsmarkt beziehungsweise Erschließung neuer Tätigkeitsfelder durch Erlangung neuer Qualifikationen.

Kutzfeld: Beruflichen Fortschritt und mehr Anerkennung für Dinge, die ich sowieso schon mache.

Boy: Ich erhoffe mir nach dem Studium, dass der Abschluss für die Zulassung als Medizin-Physik-Experte anerkannt wird.

Kraft: Ich erhoffe mir eine gesicherte berufliche Perspektive. Man weiß nie, was heutzutage die Zukunft bringt und ich denke, da ist es einfach gut, eine Weiterbildung dieser Art in der Hinterhand zu haben.

Unterstützt Ihr Arbeitgeber Ihre akademische Weiterqualifikation? Haben Sie „Tipps“, um die Arbeitgeber von der Bedeutung einer akademischen Qualifizierung zu überzeugen beziehungsweise diese zu unterstützen?

Boy: Mein Arbeitgeber unterstützt mich, wo es nur geht. Nicht nur, dass er das Studium finanziell fördert; ich habe auch die Freiheit, meine Arbeitszeit an die Studienzeiten anzupassen sowie meinen Chef und meine Kollegen in allen Fragen konsultieren zu können.

Kraft: Mein Arbeitgeber unterstützt mich ebenfalls vollkommen. Und das finde ich echt großartig, da ich sonst das Studium bestimmt nicht angefangen hätte. Warum sollte ein Arbeitgeber bei so einem Studium einen nicht unterstützen? Man erlangt mehr fachliches Wissen, das man weitergeben und auch anwenden kann. Eigentlich kann es doch für einen Arbeitgeber nicht besser sein, solche Mitarbeiter zu haben und ihnen solch eine große Chance zu ermöglichen.

Nürnberger: Ich rate jedem zur offenen Kommunikation, im Endeffekt haben ja alle etwas von der Qualifikation. Deshalb musste ich meinen Arbeitgeber nicht wirklich überzeugen. Viel schwieriger gestaltet es sich, die ganzen Ideen, die ich im Studium und Austausch generiere, in die Praxis tatsächlich umzusetzen.

Mit welchem Ziel haben Sie das Studium begonnen? Gibt es Aufgabenbereiche, berufliche Positionen oder ähnliches, die Sie mit dem abgeschlossenen Studium erreichen möchten?

Weise-Pötschke: In erster Linie möchte ich die Option haben, als MTA in der EU arbeiten zu können. Da gefühlt überall, außer in Deutschland, der Beruf der MTA akademisiert ist, benötige ich einen akademischen Grad, um in unseren Nachbarländern arbeiten zu dürfen. Ansonsten bin ich offen für jegliche Optionen, die mir das Studium und der Abschluss bringen werden.

Kutzfeld: Ich bin bei meinem Arbeitgeber an einem Punkt angekommen, bei dem neue Positionen in vielen Fällen einen akademischen Grad verlangen. Es gibt keine konkrete Position, aber genau dafür ist das Studium, denke ich, perfekt. Denn es beschränkt einen nicht auf ein Feld ein, sondern erweitert es. Ich habe schon jetzt das Gefühl, dass die Varianz an Aufgaben und Positionen, die ich mir zutraue, massiv zugenommen hat.

Kraft: Mein Ziel ist es, zu meinem Wissen aus der MTRA-Ausbildung noch mehr fachliches Wissen zu erlangen. Zudem möchte ich mir für die Zukunft alle Perspektiven offenhalten, was mir dadurch auf jeden Fall gegeben wird. Außerdem lernt man so viele nette und freundliche neue Menschen kennen, die zudem alle ihr eigenes Fachwissen mitbringen. Ich kann eigentlich jedem nur raten und empfehlen, sich für diesen Studiengang anzumelden.

Liebe Studierende, vielen Dank für das Gespräch! Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Studium und alles Gute für Ihre berufliche Weiterentwicklung!

 

Entnommen aus MTA Dialog 5/2022

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