Schleswig-Holstein

Qualitätsgesicherte Mammadiagnostik wird fortgeführt

Die Zukunft von QuaMaDi - der qualitätsgesicherten Mammadiagnostik - in Schleswig-Holstein ist gesichert. KV und Krankenkassen haben sich darauf verständigt, das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm fortzuführen.

Mammadiagnostik

Das Früherkennungsprogramm QuaMaDi wird fortgeführt. | Shutterstock/Guschenkova

Die neue Vereinbarung tritt zum 1. Januar 2018 in Kraft. Die Zeit bis dahin wird genutzt, um die Prozessabläufe von QuaMaDi schrittweise auf eine digitale Vernetzung der beteiligten Ärzte umzustellen. Dafür hat die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) ein Telematik-Konzept entwickelt, das zu schnelleren Diagnosen, weniger Bürokratie und damit niedrigeren Kosten führen soll. In Zukunft werden alle Befunde sowie Röntgen- und Ultraschallaufnahmen der Patientinnen digital erfasst und dann über eine gesicherte IT-Plattform den beteiligten Ärzte übermittelt. Damit wird nicht nur die Zweitbefundung beschleunigt, sondern es werden auch Druck- und Kurierkosten eingespart.

Mammographie

Das IQWiG hat die finale Fassung der Entscheidungshilfe für das Mammographie-Screening vorgelegt. Es wurden Vorschläge aus der Anhörung aufgegriffen. Die Vor- und Nachteile werden für einen 20-Jahres-Zeitraum dargestellt.

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„Mit der nun getroffenen Vereinbarung setzen wir die Erfolgsgeschichte von QuaMaDi gemeinsam fort und führen sie ins digitale Zeitalter“, sagte Dr. Monika Schliffke, Vorstandsvorsitzende der KVSH. „Die Fortführung des Programms ist eine gute Nachricht für alle Frauen, die ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs haben, bei denen der Verdacht auf Brustkrebs besteht oder die bereits schon einmal eine Brustkrebserkrankung erleben mussten.“

Ziel des 2005 von KVSH und Krankenkassen landesweit gestarteten Programms ist es, Brustkrebs bei Risikopatientinnen rechtzeitig zu erkennen und damit die Heilungschancen zu erhöhen. Jährlich finden in QuaMaDi rund 75.000 Untersuchungen statt. Diese werden von rund 370 Gynäkologen, 70 Radiologen sowie vier klinischen Referenzzentren geleistet. Der Erfolg des Programms spiegelt sich in Zahlen des Instituts für Krebsepidemiologie der Medizinischen Universität Lübeck wider: Bessere Heilungschancen, bessere Lebensqualität auch mit Erkrankung und eine um 20 Prozent verbesserte Überlebenschance liegen vor, wenn ein Tumor frühzeitig in QuaMaDi gefunden und behandelt wird.

 

Wer kann an QuaMaDi teilnehmen?

Frauen in Schleswig-Holstein, die bei einer der teilnehmenden Krankenkassen versichert sind, und bei denen das Risiko oder der Verdacht auf Brustkrebs besteht, können an QuaMaDi teilnehmen. Frauen sollten einen Gynäkologen aufsuchen, bei ungewöhnlichen Schmerzen in der Brust,

  • bei Veränderungen der Haut, Form oder Größe der Brust,
  • beim Ertasten eines Knotens in der Brust,
  • bei Brustkrebserkrankungen im engeren Familienkreis.    

Der Frauenarzt stellt nach einer Untersuchung fest, ob eine Röntgenaufnahme der Brust (Mammographie) oder zusätzliche Maßnahmen wie zum Beispiel eine Ultraschallaufnahme oder Kernspintomographie im Rahmen von QuaMaDi erforderlich sind.

 
Quelle: KVSH, 24.03.2017