Weltpoliotag

Polio noch nicht ausgerottet

Im Epidemiologischen Bulletin vom 25. Oktober 2018 (Ausgabe 43/2018) berichten drei Wissenschaftlerinnen des Robert Koch-Instituts anlässlich des Weltpoliotags über Erreichtes und Perspektiven.

Weltpoliotag

Es bleibt sinnvoll, gegen Polio geimpft zu sein. | Tino Neitz - stock.adobe.com

Der Weltpoliotag wird jährlich in der letzten Oktoberwoche begangen, zu Ehren des Geburtstages von Dr. Jonas Salk am 28. Oktober. Salk entwickelte 1955 die erste inaktivierte Poliovakzine und schuf damit eine der Grundvoraussetzungen für den weltweiten Kampf gegen die Kinderlähmung (Poliomyelitis). Die globale Polioeradikationsinitiative wurde 1988 von der Weltgesundheitsorgani¬sation und ihren Partnern ins Leben gerufen.

Poliovirus

Mit dem Weltpoliotag, der Ende Oktober begangen wird, ehren Weltgesundheitsorganisation (WHO) und UNICEF (das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen) den US-Mediziner Jonas Salk (1914 – 1995). Er entwickelte 1955 den ersten Impfstoff gegen Polio (inaktivierte Vakzine, IPV).

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Im Epidemiologischen Bulletin vom 25. Oktober 2018 (Ausgabe 43/2018) berichten drei Wissenschaftlerinnen des Robert Koch-Instituts anlässlich des Weltpoliotags über Erreichtes und Perspektiven. Die Autorinnen kommen aus dem Nationalen Referenzzentrum für Poliomyeltitis und Enteroviren sowie von der Geschäftsstelle der Nationalen Poliokommission.

Noch tritt Polio in einigen Ländern auf (2018 bislang 16 Fälle in Afghanistan und 4 Fälle in Pakistan) und könnte auch nach Deutschland wieder einge-schleppt werden. Daher bleibt es sinnvoll, geimpft zu sein. Die Grundimmunisierung beginnt entsprechend dem Impfkalender der Ständigen Impfkommission im Alter von 2 Monaten und umfasst insgesamt vier Teilimpfungen zur Grund¬immunisierung. Im Alter von neun bis spätestens 17 Jahren sollte die Impfung noch einmal aufgefrischt werden.

Der Beitrag im Epidemiologischen Bulletin ist hier abrufbar.

 

Quelle: RKI, 25.10.2018