Quorum erreicht

Petition gegen 5G-Versteigerung

5G-Petition an Bundestag erreicht Quorum. Einige Wissenschaftler warnen und es läge bis heute keine Technikfolgenabschätzung für 5G vor, so die Initiatoren.

Mobilfunkmasten

Mobilfunkmasten | Niwre, CC BY-SA 3.0, wikimedia

Eine Petition an den Deutschen Bundestag zum Stopp des 5G-Mobilfunks hat gestern Abend mit 56.643 Mitzeichnenden das Quorum erreicht und muss damit vom Bundestagspetitionsausschuss behandelt werden. Das Ziel der Petition: „Der Deutsche Bundestag möge beschließen, Verfahren zur Vergabe von 5G-Mobilfunklizenzen auszusetzen und die Einführung des 5G-Mobilfunkstandards zu unterbinden, solange wissenschaftlich begründete Zweifel über die Unbedenklichkeit dieser Technologie bestehen.“

Link zur Petition: https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2018/_12/_05/Petition_88260.nc.html

Jörn Gutbier, Vorsitzender von diagnose:funk, erinnert daran, dass bis heute keine Technikfolgenabschätzung für 5G vorliegt. Jörn Gutbier weiter: „Der Petitionsausschuss muss die Forderungen der Petition unverzüglich umsetzen. Viele renommierte Wissenschaftler kritisieren den 5G-Ausbau als einen Feldversuch, zuletzt gestern Abend in der 3sat-Sendung ‚nano‘. Dass innerhalb von einer Woche über 50.000 Menschen den 5G-Aufbaustopp fordern, zeigt, wie groß die Sorge vor der Mobilfunkstrahlung und den möglichen Gesundheitsfolgen ist.“

Smartphone und Gedächtnisleistung

Hochfrequente elektromagnetische Felder können sich bei der Nutzung von Mobiltelefonen nachteilig auf die Entwicklung der Gedächtnisleistung von bestimmten Gehirnregionen auswirken. Das ergab eine Studie mit fast 700 Jugendlichen in der Schweiz.

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In der 3sat-Wissenschaftssendung ‚nano‘ von gestern Abend (4.4.2019) kamen führende Wissenschaftler zu Wort, die vor den bereits bekannten Risiken von Mobilfunkstrahlung warnen und weiteren Forschungsbedarf anmahnen.

•    5G-Beitrag in ‚nano‘: http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=80106
•    Die im ‚nano‘-Beitrag genannte REFLEX-Studie: http://www.aerzte-und-mobilfunk.eu/ausgewaehlte-studien/reflex-studie-mobilfunk-forschung-krebsrisiko-dna-schaedigung/
•    Juristische Bestätigung der REFLEX-Studie: https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail?newsid=844

Die Initiatoren der Petition fordern, dass das Anliegen der über 54.000 Petitionsunterzeichner vom Bundestag ernst genommen werden müsse, die Behandlung der Petition dürfe nicht in die Länge gezogen werden. Der Berichterstatter des Petitionsausschusses müsse die Anwendung der Regelung nach Abschnitt 7.13.2 der Verfahrensgrundsätze vorschlagen: „Bei bevorstehendem Vollzug einer beanstandeten Maßnahme kann insbesondere vorgeschlagen werden, die Bundesregierung oder die sonst zuständige Stelle (Nr. 5) zu ersuchen, den Vollzug der Maßnahme auszusetzen, bis der Petitionsausschuss über die Beschwerde entschieden hat.“ Die Initiatoren betonen deshalb, dass eine sofortige Aussetzung der aktuell laufenden 5G-Frequenzversteigerung möglich sei, zumal bis heute keine Technikfolgenabschätzung für 5G vorliege. Weiter fordert diagnose:funk eine Bundestagsanhörung zum Risiko-Forschungsstand von 5G. Dazu müsse der Bundestag unabhängige Wissenschaftler und Verbraucherschutzorganisationen einladen.

diagnose:funk e.V. ist eine unabhängige Verbraucherschutz-Organisation im deutschsprachigen Raum, die sich für den Schutz vor elektromagnetischer Strahlung einsetzt. Dazu klärt diagnose:funk über die gesundheitsschädigenden Wirkungen elektromagnetischer Strahlung auf und fordert zukunftsfähige technische Lösungen für eine gesundheitsverträgliche Telekommunikation.

Quelle: diagnose:funk