Premium Veterinärmedizin

Parasitäre Durchfallerreger in der tiermedizinischen Diagnostik

Projekt der VMTA-Schule Freiburg
Theresa Genter, Jonas Hauser
Mikroskopische Aufnahme von Kryptosporidien
Abb. 1: Mikroskopische Aufnahme von Kryptosporidien © Parasitologielabor, CVUA Freiburg
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Der folgende kurze Artikel soll einen Einblick in das Parasitologielabor am CVUA in Freiburg geben. Es gehört zur Abteilung 7, also zur Diagnostik/Tiergesundheit. In diesem Diagnostiklabor werden tierische Proben, mehrheitlich aus dem Nutztierbereich, auf Parasitenstadien untersucht.

Einleitung

Der folgende kurze Artikel soll einen Einblick in das Parasitologielabor am CVUA in Freiburg geben. Es gehört zur Abteilung 7, also zur Diagnostik/Tiergesundheit. In diesem Diagnostiklabor werden tierische Proben, mehrheitlich aus dem Nutztierbereich, auf Parasitenstadien untersucht. Das Untersuchungsmaterial besteht vor allem aus Kotproben, es werden aber beispielsweise auch Darmabschnitte (aus der Pathologie im Haus), Blut, Hautproben oder Muskelfleisch auf Parasiten geprüft.

Folgende Untersuchungsmethoden werden routinemäßig durchgeführt: Flotation, Sedimentation, Larven-Auswanderverfahren, Immunchromatografie, Direktnachweis nach Spezialfärbung. Die letztendlich verwendete Methode ist abhängig von Tierart, Altersgruppe und Symptomatik: Bestimmte Parasitenstadien kommen oft nur bei bestimmten Tierarten/-gruppen vor (zum Beispiel Leberegel bei Wiederkäuern), sind lediglich in einem zeitlich begrenzten Lebensalter bedeutsam (zum Beispiel Isospora suis bei Saugferkeln) oder die Symptomatik spricht für einen speziellen Parasitenbefall (zum Beispiel Husten bei Lungenwurmbefall). Somit ist der Vorbericht des Einsenders auf dem vollständig ausgefüllten Probenbegleitschein essenziell zur zeitnahen Erfassung und zielgerichteten Bearbeitung des Untersuchungsmaterials im Labor. Jede Probe bekommt am Anfang der Untersuchung eine laborinterne Nummer und eine Nummer aus dem übergreifenden Labor-Management-System der CVUAs in Baden-Württemberg (LIMS). Durch eine genaue Dokumentation und Beschriftung kann eine korrekte Zuordnung der Proben erfolgen und eine Probenverwechslung verhindert werden.

Parasiten als Durchfallerreger

In der Veterinärmedizin ist eine Vielzahl an im Verdauungstrakt lebenden Parasiten als Durchfallerreger relevant. Dazu zählen viele Protozoen (Einzeller) wie zum Beispiel Giardien, Amöben und Kokzidien oder auch Helminthen (Würmer) wie zum Beispiel Bandwürmer (Cestoden) und Spulwürmer (Askariden). Es kann sich sowohl um wirtsspezifische Parasiten als auch um Zoonoseerreger handeln. Aus Infektionsschutzgründen sind hierbei für das Laborpersonal Zoonoseerreger sehr bedeutsam.

Im Folgenden gehen wir auf 2 parasitäre Erreger, die typische Verursacher für Durchfallerkrankungen sind, näher ein.

Entnommen aus MTA Dialog 2/2022

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