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Pandemie: Keine Hochkonjunktur für digitale Angebote  

Teilergebnisse der Studie „HINTS Germany“
ab
Informationsverhalten während der Pandemie
Das Informationsverhalten zu Gesundheitsthemen hat sich in der Coronapandemie nicht so deutlich geändert wie erwartet. © Alex Ruhl, stock.adobe.com
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Das Informationsverhalten zu Gesundheitsthemen hat sich in der Coronapandemie nicht so verändert wie erwartet. Ein deutlicher Anstieg bei der Nutzung digitaler Angebote blieb aus, wie der neue trendmonitor der Stiftung Gesundheitswissen mit Datenerhebungen im Winter 2018/19) und im Pandemie-Sommer 2020 zeigt.    

Während der Pandemie bevorzugen Menschen das Internet und die sozialen Medien als Informationsquelle für Gesundheitsthemen anders als erwartet nur etwas häufiger als bei der ersten Datenerhebung vor Pandemiebeginn (22,8 % vs. 20,7 %). Auch wenn die Nutzung der staatlichen Gesundheitsbehörden eher gering ist, gewannen sie in der Pandemie doch etwas an Bedeutung als Informationsquelle. Wurden sie vor der Pandemie wenig genutzt (0,1 %), erklärten in der zweiten Erhebung 2,4 Prozent der Befragten, diese für die Suche nach Gesundheitsinformationen zu präferieren. Bei jeweils etwa zwei Dritteln der Befragten waren Ärzte und medizinisches Fachpersonal sowohl vor als auch während der Pandemie bei dringenden gesundheitlichen Fragen der erste Ansprechpartner. Allerdings wurden sie während der Pandemie etwas seltener konsultiert.

Hohe Informationsdichte

Die ohnehin schon hohe Informationsdichte zu Fragen der Gesundheit hat seit Beginn der Pandemie weiter zugenommen. Hinzu kommt die verstärkte Verbreitung von Falschinformationen. Das hat Auswirkungen: So haben während der Pandemie die Bedenken zur Qualität von Gesundheitsinformationen leicht zugenommen (vor: 26,7 % vs. während: 28,6 %). Der Anteil derer, die Probleme bei der Suche oder beim Verständnis von Gesundheitsinformationen angaben, ist dagegen leicht rückläufig.

Persönlicher Online-Austausch gestiegen

Digitale Lösungen, die die Organisation der eigenen Gesundheitsversorgung ermöglichen, wie z. B.  das Nachsehen von Behandlungskosten oder das Ausfüllen von Formularen, wurden dagegen häufiger genutzt. Auch der digitale Austausch von Gesundheitsinformationen mit anderen ist während der Pandemie wichtiger geworden (2018/2019: 10,5 % vs. 2020: 14,1 %).

Health Information National Trends Survey Germany (HINTS Germany)

Der Health Information National Trends Survey Germany (HINTS Germany) ist ein Projekt der Stiftung Gesundheitswissen, das in Zusammenarbeit mit dem Hanover Center for Health Communication der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover realisiert wird. Autor*innen beider Institutionen sind verantwortlich für die Inhalte. Die wiederholte Querschnittserhebung für HINTS
Germany erfolgte als computergestützte telefonische Befragung durch die USUMA GmbH, Berlin. Welle 1 lief von Oktober 2018 bis Februar 2019, Welle 2 im Zeitraum von Mai bis August 2020.

trendmonitor Stiftung Gesundheitswissen
www.stiftung-gesundheitswissen.de/sites/default/files/pdf/20022_03_24_tm_trends_informationsverhalten_vf.pdf

Quelle: Stiftung Gesundheitswissen

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