Wissenschaftsorganisationen

Open-Access-Strategie als Standard

Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen begrüßt und unterstützt das Ziel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), Open Access als Standard des wissenschaftlichen Publizierens in Deutschland zu etablieren.

Open Access

Open Access hat nach Auffassung der Wissenschaftsorganisationen für alle Wissenschaftsbereiche positive Effekte. | istockphoto/sellen

Open Access wird, so die Allianz der Wissenschaftsorganisationen in einer Stellungnahme, von weiten Teilen der Wissenschaft praktiziert und von den Einrichtungen in der Allianz der Wissenschaftsorganisationen als Instrument zur besseren Verbreitung, Sichtbarkeit und Verwertung von Forschungsergebnissen umgesetzt. Die Open-Access-Strategie des BMBF flankiere und ergänze insofern zahlreiche laufende Initiativen im deutschen Wissenschaftssystem und werde dabei helfen, die Ziele, auf die sich die Minister des EU-Wettbewerbsrats im Mai verständigt hätten, zu erreichen.

Open Access habe für alle Wissenschaftsbereiche positive Effekte. Je nach Fachgebiet sei die Umsetzung von Open Access jedoch unterschiedlich weit fortgeschritten. Daher befürwortet die Allianz der Wissenschaftsorganisationen die differenzierte Sicht auf die Bedürfnisse und Traditionen unterschiedlicher Fachkulturen sowie die Ankündigung, Open Access auch für Monografien gezielt zu unterstützen.

Es müsse Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern einfach und reibungslos möglich sein, rechtssicher und im Einklang mit ihren jeweiligen Fachkulturen im Open Access zu publizieren. Die Verankerung von Open Access in der Forschungsfinanzierung sollte so umgesetzt werden, dass die Gewährleistung hoher Qualitätsstandards und maximaler Kostentransparenz Priorität haben. Ziel der von deutschen Wissenschaftseinrichtungen unterstützten internationalen Initiative OA2020 ist die großflächige Transformation von Subskriptionszeitschriften in Open Access.


Quelle: Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, 13.10.2016