Paul-Ehrlich-Institut

Online-Datenbank für Blutspendeeinrichtungen

Seit dem 3. September stellt das Paul-Ehrlich-Institut, Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, eine Online-Datenbank für Blutspendeeinrichtungen bereit.

Online-Datenbank

Das Informationsangebot hilft den Beschäftigten in den Blutspendeeinrichtungen bei ihren Entscheidungen. | angellodeco_Fotolia

Die neue Online-Datenbank bietet Zugang zu Informationen über das weltweite Vorkommen von Infektionen mit bestimmten Erregern, die für die Sicherheit von Blutspenden relevant sind. Diese Krankheitserreger sind:

  • Zika-Virus (Zika-Fieber),
  • West-Nil-Virus (West-Nil-Fieber),
  • Chikungunya-Virus (Chikungunya-Fieber),
  • Plasmodium (Malaria)
  • Prionen (variante Creutzfeldt-Jakob-Krankheit)

Das Informationsangebot hilft den Beschäftigten in den Blutspendeeinrichtungen bei der Entscheidung, ob und wie lange Personen, die sich in bestimmten Ländern aufgehalten haben, von der Blutspende ausgeschlossen werden müssen.

Blutspender

Urlauber, die in einem Risikogebiet unterwegs waren, dürfen im Anschluss aus Sicherheitsgründen wochenlang kein Blut spenden. Die Transfusionsmedizinische und Hämostaseologische Abteilung des Universitätsklinikums Erlangen hat jetzt ein neues Prüfverfahren zum Nachweis des West-Nil-Virus eingeführt.

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Die Daten sind für die Blutspendeeinrichtungen übersichtlich und schnell abrufbar, auch über mobile Endgeräte. Sie werden quartalsweise aktualisiert. Mit der Datenbank wird ein rechtlicher Rahmen geschaffen, um damit die Qualität und Sicherheit bei der Herstellung von Blutprodukten und die Handhabbarkeit bei der Spenderrückstellung zu erhöhen.

Quelle: DGP/PEI, 03.09.2018