Gesundheitsberufe

Nordrhein-Westfalen übernimmt Schulgeld

Die nordrhein-westfälische Landesregierung plant, 70 Prozent der Ausbildungskosten für Gesundheitsberufe zu übernehmen - rückwirkend zum 1. September 2018.

 

Schulgeld

Die Schulgeldbefreiung steht auch auf Bundesebene im Koalitionsvertrag. | kasto - fotolia

Axel Birkenkämper, Sprecher des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministeriums, sagte dem WDR am 15. September, Nordrhein-Westfalen (NRW) gehe in dieser Frage voran. Die Schulgeldbefreiung stehe aber auch auf Bundesebene im Koalitionsvertrag. In einem ersten Schritt soll das Schulgeld um 70 Prozent übernommen werden, perspektivisch soll die Ausbildung komplett unentgeltlich werden. 

Patientenbeauftragte

Die Patientenbeauftragte und Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Ingrid Fischbach, fordert alle Beteiligten, vor allem aber die zukünftigen Koalitionäre, auf, die Menschen wieder in den Mittelpunkt des Gesundheitssystems zu stellen. Dabei sollten acht Maßnahmen ergriffen werden.

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"Wir müssen dafür sorgen, dass wir in unserer alternden Gesellschaft auch genügend Nachwuchs in den nichtakademischen Gesundheitsberufen haben", hatte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der "Rheinischen Post" gesagt.

Das durchschnittliche Schulgeld für einen Ergotherapeuten beträgt etwa 400 Euro im Monat. Mit der Änderung will Laumann ein ungerechtes System beenden. "Derzeit bezahlt der Staat dem Apotheker das Studium, der später in der Regel deutlich mehr verdient als seine Angestellten, die ihre Ausbildung selbst bezahlen müssen."Der Landtag muss dem Plan noch zustimmen. Ab 2019 wolle die Landesregierung 25 Millionen Euro für die Übernahme der Ausbildungskosten bereitstellen, hieß es.

Quelle: WDR, 15,09.2018
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