Gemeinsamer Bundesausschuss

News zur Vorsorgediagnostik gegen Darmkrebs

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 21. April 2016 in Berlin beschlossen, dass bei der Früherkennung von Darmkrebs die Labore künftig mit untereinander vergleichbaren immunologischen Verfahren zur quantitativen Bestimmung von okkultem Blut im Stuhl (iFOBT) arbeiten müssen.

Vorsorgediagnostik gegen Darmkrebs

Vorsorgediagnostik gegen Darmkrebs | Immundiagnostik AG

Der Beschluss wird zurzeit vom Bundesministerium für Gesundheit geprüft und soll am 1. Oktober 2016 in Kraft treten.

Es darf danach für die Darmkrebsvorsorge nur noch mit iFOBT gearbeitet werden, für die folgende Testgütekriterien in einer Studie nachgewiesen wurden:

  1. Mit der Untersuchung von nur einer Stuhlprobe werden für die Detektion von kolorektalen Karzinomen oder fortgeschrittenen Adenomen eine Sensitivität von mindestens 25 Prozent und eine Spezifität von mindestens 90 Prozent erreicht.
  2. Das Stuhlprobenentnahmesystem muss eine verständliche Anleitung beinhalten und eine einfache und hygienische Überführung einer definierten Stuhlmenge in ein spezielles Probenpuffersystem erlauben.
  3. Das Probenpuffersystem muss eine Stabilisierung der Probe über mindestens fünf Tage bei Raumtemperatur in dem vorgegebenen Cut-off-Bereich gewährleisten.
  4. Die Anforderungen an die Sensitivität und Spezifität muss mit mindestens einer aussagekräftigen Studie nachgewiesen sein, in der Koloskopie als Referenzverfahren angewendet wurde.


Mit dem Hämoglobin (Hb)-ELISA (K7816D) zur quantitativen Bestimmung von Blut in Stuhl und dem IDK-Extrakt®-Stuhlprobenaufbereitungssystem von der Immundiagnostik AG, Bensheim, können alle diese Vorgaben des G-BA an die Testgüte erfüllt werden. Die Immundiagnostik AG entwickelt und produziert innovative Immunoassays und analytische und quantitative Nachweisverfahren für die medizinische Routine und Forschung.

Weitere Informationen auf dem DKLM oder unter www.immundiagnostik.com

Entnommen Aus MTA Dialog 9/2016