Ruhr Kongress Radiologie

Neue und innovative Techniken

Der Radiologie Kongress Ruhr in Bochum ist nach dem Röntgenkongress in Leipzig der zweitgrößte Fortbildungskongress im Fachbereich Radiologie.

Neue und innovative Techniken

Kongresspräsident Weber (links) stellte das beliebte Format der Hands-on-Workshops vor. Die Besucher des Ruhrkongresses informierten sich über innovative Techniken, wie zum Beispiel eine mobile Röntgenanlage. | Für alle: © MedEcon Ruhr GmbH/Sarah Micke

Mehr als 1.350 Besucher informierten sich vom 3. bis 5. November unter dem Motto „Zukunft der Ausbildung“ über neue und innovative Techniken. „Wir haben hier im Ruhrgebiet eine Landschaft mit sehr vielen Städten, sehr vielen Einwohnern und dementsprechend auch vielen radiologischen Fachpraxen,“ sagte Kongresspräsident Prof. Dr. med. Werner Weber, Direktor des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Knappschaftskrankenhaus Bochum. So seien an der Ruhr aktuell rund 300.000 Beschäftigte in 6.500 Unternehmen und Einrichtungen der Gesundheitswirtschaft tätig.

Weber stellte das besonders beliebte Format der Hands-on-Workshops vor, „weil es dort ganz praktisch viel zu lernen gibt“. Im Fokus des Hand-on-Workshops „Stroke“ stand in diesem Jahr beispielsweise die moderne Schlaganfallbehandlung für Radiologen, die an interventionellen Verfahren interessiert waren. Im Bereich der Onkologie, den Prof. Dr. med. Johannes Wessling, Leiter der Klinik für Radiologie des Clemenshospitals Münster, vorstellte, beschäftigte man sich mit den Fragen: „Wie können wir Lebermetastasen richtig diagnostizieren? Wie transportieren die Radiologen das, was sie gefunden haben, an die Zuweiser? Der dritte Baustein ist der Block des Nachwuchses.“ In verschiedenen Themenschwerpunkten wurde Medizinstudierenden nahegebracht, was onkologische Bildgebung bedeutet.

Ein hochkarätiger Kongress

Auch Kongresspräsident Prof. Dr. med. Dieter Liermann, Direktor des Instituts für Diagnostische, Interventionelle Radiologie und Nuklearmedizin im Marienhospital Herne, hielt die Einbeziehung von Studierenden und Assistenzärzten für unerlässlich. „Die Assistenzärzte sind nun mal die Träger der künftigen Radiologie.“ Und das gelte selbstverständlich auch für die MTRAs. „Sie haben erneut ihren festen Platz im Programm.“ So habe der Freitag ganz im Zeichen der Themen Strahlenschutz, Kontrastmittel, Tuberkulose und Prostata-MRT gestanden. Zudem habe der beliebte „Schülerdonnerstag“ stattgefunden.

Dass an einem so hochkarätigen Kongress gleichzeitig Ärzte und Forscher in Führungspositionen sowie Assistenzärzte als auch die Radiologen von morgen sowie MTRA teilgenommen hätten, hielt der Rektor der Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. rer. nat. Axel Schölmerich, für „geradezu vorbildlich“. Technische Innovationen bildeten das Leitmotiv der Industriesymposien und -workshops. 70 Firmen präsentierten auf der Industrieausstellung ihre Produkte und Innovationen. Auch der DVTA war mit einem Stand vertreten.

 

Entnommen aus MTA Dialog 12/2016